So zerstört Palmöl unsere Umwelt

Die deutsche Journalistin und Autorin Kathrin Hartmann über ihr ihr neuestes Buch „Aus kontrolliertem Raubbau“.

Das vierte und letzte Halbjahr der VHS-Reihe „Nachhaltig in Wien“ steht unter dem Motto „Klimawandel findet Stadt“. Dabei werden noch bis Ende Oktober im Rahmen von Vorträgen, Workshops und diversen anderen Mitmachangeboten Ursachen, Zusammenhänge und Auswirkungen gemeinsam mit ExpertInnen erkundet und diskutiert. Die Bewusstseinsbildung steht im Vordergrund – was wir als Gemeinschaft bewirken und wie wir als Einzelne unseren Beitrag leisten können.

Diese Auswirkungen hat unsere Ernährung für die Umwelt


Dazu gehört auch unsere Ernährung, die massive Auswirkungen auf das Klima hat. Eine ganzheitliche Perspektive auf unsere Ernährungsgewohnheiten und deren Folgen, bringt dabei die deutsche Journalistin und Autorin Kathrin Hartmann (u.a. „Ende der Märchenstunden“) ein. Sie wird am 18. August 2016 in der VHS Wiener Urania (1., Uraniastraße 1, Dachsaal) ihr neuestes Buch „Aus kontrolliertem Raubbau“ präsentieren und im Anschluss mit ExpertInnen und dem Publikum diskutieren.

Palmöl ist das am meisten produzierte Pflanzenöl


„Ich habe für mein Buch die westlichen Vorstellungen von Nachhaltigkeit und deren Auswirkungen in den Ländern des Südens untersucht – zum Beispiel den Palmölanbau in Indonesien“, so Hartmann.

Palmöl ist das am meisten produzierte Pflanzenöl, es steckt in Bio-Diesel und jedem zweiten Supermarktprodukt. Die Ölpalmen-Monokulturen verdrängen jedoch Wälder und vernichten so die Lebensräume von Menschen, bedrohen die Artenvielfalt und das Klima. Dennoch wirbt die Industrie mit „Nachhaltigem Palmöl“.

„Während die Politik ihre Verantwortung auf den Verbraucher abwälzt und sich die Industrie mit freiwilligen Nachhaltigkeits-Siegeln aus der Verantwortung stiehlt, kämpfen die Menschen vor Ort für ganz andere Dinge: Den Erhalt ihrer Lebensgrundlagen und ihr Recht auf eine selbstbestimmte Landwirtschaft und Ernährung, die unter dem Deckmantel von den Ländern des Nordens nachhaltig zerstört werden“, erklärt Hartmann ihre Perspektive auf immer neue „Öko-Labels“, die Produkte für KonsumentInnen auf ihre ökologischen Werthaftigkeit hin kennzeichnen sollen. „Die Menschen vor Ort wollen keine Nachhaltigkeits-Siegel, sondern die Wahrung ihrer Menschenrechte auf Wasser, Nahrung und Gesundheit. In diesem Kampf müssen wir sie unterstützen. Weil es am Ende uns allen zugutekommt“, so die Autorin.

Buchpräsentation & Diskussion mit Kathrin Hartmann

Do., 18. August 2016, 18:30 Uhr

VHS Wiener Urania | 1., Uraniastraße 1

 

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