So zerstören Smartphones unsere Beziehungen

Schlechte Nachrichten für alle Smartphone-Junkies.

Ihr habt ein romantisches Date und das Gegenüber starrt ständig aufs Handy? Das ist heutzutage keine Seltenheit mehr. Und kann zu echten Problemen führen - selbst in einer langjährigen Beziehung. Phubbing bezeichnet man das Verhalten, in Gesellschaft seinem Smartphone mehr Aufmerksamkeit als seinem Gegenüber zu widmen. Es setzt sich aus den englischen Begriffen „snubbing“ für „vor den Kopf stoßen/Abweisung“ und „phone“ zusammen.

Negative Folgen für Beziehungen


Eine Studie der Baylor Universität sagt nun: Phubbing kann sich negativ auf eine Beziehung auswirken oder sogar depressiv machen. Die Studie von James Roberts und Meredith David befragte 150 Menschen. Sie stellten verschiedene Fragen zu ihren Erfahrungen mit Phubbing. Außerdem sollten sie den allgemeinen Grad ihrer Zufriedenheit in der Beziehung und den Stil ihrer Beziehung beschreiben. Die Kernfrage dabei war: Kommt Phubbing in der Beziehung vor und wenn ja, löst es Probleme aus?

Das Ergebnis: Menschen, die eine stärke Angst vor Ablehnung oder Ignoranz haben, reagieren negativer auf Phubbing. Sie fanden außerdem eine starke Verbindung zwischen Phubbing und Konflikten über Mobilgeräte zwischen den Partnern. Jene Befragten, die ein Höchstmaß an Phubbing in der Beziehung erlebten, tendierten zu vielen Konflikten, was zu einer generellen Unzufriedenheit in ihrem Leben führte.

Die AutorInnen konkludieren: "Es ist ironisch, dass Telefone, die eigentlich dafür erfunden wurden, damit wir miteinander kommunizieren, uns heute daran hindern, überhaupt miteinander zu kommunizieren."

 

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