So wurde ein Personalwerbungsplakat zur viralen Kampagne

Wie sieht ein typischer Ingenieur aus? Ein Start-Up in San Francisco wirbt mit einem Plakat für Bewerber. Die Reaktionen auf das Bild einer jungen Frau löste eine virale Kampagne für mehr Diversität in der Tech-Branche aus.

Rekruting-Werbungen auf Plakaten in Bus- oder U-Bahnstationen sind in San Francisco keine Seltenheit. So weit, so unauffällig. Doch das Plakat des Start-Ups OneLogin sorgte für Diskussionen: „Die wollen doch nur männliche Bewerber anziehen“, lautete eine Kritik. Ob Entwicklerinnen wirklich so aussähen, war auch ein großer Diskussionspunkt in den sozialen Netzwerken. Die abgebildete Frau Isis Wenger nahm die Diskussionen wahr, und reagierte mit einem persönlichen Blogpost.

In ihrem Blogpost erzählt Wenger, dass sie in früheren Unternehmen schon oft mit Sexismus konfrontiert wurde. „Viele Leute haben gute Absichten“, so Wenger, „aber sehen einfach nicht, mit wie viel Mist Menschen konfrontiert sind, die sich nicht als Männer identifizieren.“

Es ginge bei der Werbung nicht darum Männer oder Frauen anzusprechen, oder ein spezifisches Bild von Entwicklern zu präsentieren. Auf der Plakatkampagne gab es mehrere Testimonials von tatsächlichen Mitarbeitern der Firma, sie sollte authentisch sein. Isis Wenger ist diese Aufmerksamkeit eher unangenehm, aber da sie nun einmal da ist, nutzt sie sie gerne für mehr Diversität in der Tech-Branche. „Wir sollten die aktuellen Stereotype aufbrechen und neu definieren, wie ein Ingenieur auszusehen hat“, so Wenger. Mit dem Hashtag #ilooklikeanengineer startete sie eine Bewegung, der unzählige Frauen in technischen Berufen folgten. Auch das MIT machte schon mit.

OneLogin-Kampagne
 

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