So wirst du braune Flecken im Gesicht endlich los

Wir alle wünschen uns ebenmäßige Haut. Dank Säurenpflegen verschwinden jetzt sogar braune Flecken und hartnäckige Pickelmale.

Fast alle haben sie, keiner will sie: Flecken im Gesicht von denen man nicht so genau weiß, wo sie herkommen. Während manche von uns eher unter rötlichen Flecken und Pickelmalen leiden, kämpfen andere mit braunen Flecken, die wie "Altersflecken" aussehen. Die gute Nachricht: Man kann einiges dagegen Tun. (abgesehen davon, seine Haut mit LSF zu schützen) Der neueste Streich der Beautyindustrie: Säurenpflege.

Die saure Pflege ist nämlich ein ­echtes Multitalent für unsere Haut. Diese ist mit einem pH-Wert von circa fünf nämlich von Natur aus sauer. Säure­produkte in der Pflegeroutine erhalten den natürlichen Schutzmantel, der von stark parfümierten Cremes, alkoholhaltigen Produkten und zu vielen mechanischen Peelings ganz schön angegriffen sein kann. Richtig eingesetzt sind sie also ­echte Beauty-Booster. Wir haben die wichtigsten ­Begriffe zusammengefasst:

Wie wird man Pigmentflecken wieder los?

Gib mir Saures!

  • Azelainsäure, eine noch wenig erforschte Säure, ist ein wahres Teint-Wunder. Sie kann Hautunreinheiten, rote Flecken, Pickelmale und braune Flecken sichtbar reduzieren und zu Rosazea neigende Haut beruhigen. Obwohl sie aus Getreide gewonnen werden kann, wird eine im Labor produzierte Form verwendet, da diese stabiler und wirksamer ist. Auch eine entschuppende Wirkung dieser Säure wurde nachgewiesen.
  • AHA oder Alpha-Hydroxysäuren (das zweite A steht für Acid) wirken auf der Hautoberfläche und verbessern vor allem das Hautbild. AHAs wurden ursprünglich wegen ihrer feuchtigkeitsspendenden Eigenschaften erforscht. Mit Glykol- und Milchsäure sind AHAs eine Gruppe natürlicher und synthetischer Inhaltsstoffe, die die oberste Hautschicht ohne mechanische Reibung entschuppen, den Feuchtigkeitshaushalt regulieren und die Hautoberfläche eben und gleichmäßig machen können. Glykolsäure kommt natürlich in Zuckerrohr vor und ist die am besten erforschte AHA. Für die Hautpflege wird trotzdem meistens synthetische verwendet, da sie leichter zu stabilisieren, effizienter und qualitativ hochwertiger ist. Durch ihre kleine Molekülstruktur dringt sie leicht durch obere Hautschichten und spendet Feuchtigkeit in der Tiefe, macht die Haut widerstandsfähiger und mildert Sonnenschäden und Falten. Zusammen mit Milchsäure, die vor allem auf der Hautoberfläche Feuchtigkeit spendet, ist sie besonders gut verträglich. Zur Gruppe der AHAs gehören außerdem Apfel-, Wein-, Zitronen- und Mandelsäure, die häufig unter „Fruchtsäuren“ zusammengefasst werden.

Säurenpflege ist auf natürliche Weise kompatibel mit unserer Haut, weil diese von Natur aus sauer ist.

von PAULA BEGOUN, paulaschoice.de
  • Aminosäuren sind die Bausteine von Proteinen, und Proteine sind wiederum die wesentlichen Bausteine der Haut. Man findet sie häufig in Peptid-Produkten, weil diese aus Aminosäurefragmenten bestehen und die Haut regelrecht aktivieren. Peptid-Booster werden in der Pflege häufig gegen Falten und fleckige Haut und für mehr Festigkeit und Hautfeuchtigkeit eingesetzt.

BHA steht für Beta-Hydroxysäure, auch bekannt als Salicylsäure, und wird gerne bei fettiger Haut und Neigung zu verstopften Poren eingesetzt, weil sie durch ihre fettlöslichen Eigenschaften in den Poren ­wirken kann. Salicylsäure wirkt außerdem auf milde Art anti­bakteriell, entzündungshemmend und hat beruhigende und hautpflegende Eigenschaften. Weil sie abgestorbene Hautzellen wesentlich sanfter von der Hautoberfläche entfernt (exfoliert) als manuelle Peelings oder Reinigungsbürsten, wird sie gerne in Masken und Peelingcremes eingesetzt, die auf der Haut bleiben. Die sogenannten Exfoliants sind chemische Peelings, die abgestorbene Hautzellen dank Fruchtsäuren oder anderer sanfter Säuren entfernen. Im Gegensatz zu Scrubs braucht man keine mechanische Kraft, Kügelchen, Körner oder Reinigungsbürsten, die die Haut abschleifen und damit oft viel mehr reizen. In diesem Fall sind die Säuren also wesentlich sanfter.

Ascorbinsäure oder Vitamin C ist die am besten erforschte Säure in der Pflege. Schon seit Jahren weiß man: Vitamin-C-Produkte sorgen für einen richtigen Strahleteint, weil die Antioxidantien Pigmentflecken verschwinden lassen und die Haut vor schädigenden Umwelteinflüssen schützen. Aber Achtung: Für eine Anti-Aging-Wirkung sollte die Vitamin-C-Konzen­tration in Produkten zwischen 0,6 und 25 Prozent liegen. Außerdem wichtig (wie bei allen Säuren): nicht auf den Lichtschutzfaktor vergessen!

 

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