So wenig wissen ÖsterreicherInnen wirklich über Sonnenschutz

47 Millionen Euro haben die ÖsterreicherInnen 2017 für Sonnenkosmetik ausgegeben. Trotzdem ist der Wissensstand über den richtigen Umgang mit der Sonne erschreckend. Zeit für Aufklärung!

Laut einer aktuellen Studie von Kosmetik transparent (in Zusammenarbeit mit marketagent.com) sind die Wissenslücken der ÖsterreicherInnen zum Thema Sonnenschutz verheerend. Fast ein Drittel hat jedes Jahr einen Sonnenbrand. Und die Haut vergisst nie! Zeit für ein bisschen Aufklärung:

1. Jeder Sonnenbrand ist einer zu viel

Durchschnittlich 40 Prozent der ÖsterreicherInnen verwenden immer Sonnenschutz. 75 Prozent schützen ihre Kinder auch außerhalb des Urlaubs. Trotzdem haben 26,7 Prozent (28 Prozent Männer, 25,3 Prozent Frauen) jedes Jahr einen Sonnenbrand. Besonders nachlässig sind laut Erhebung der Studie die 30- bis 39-Jährigen: Fast 43 Prozent haben jedes Jahr einen Sonnenbrand, dicht gefolgt von den 14- bis 19-Jährigen mit 38,8 Prozent und den 20- bis 29-Jährigen mit 34,4 Prozent. „Jeder Sonnenbrand erhöht das Risiko, später an Hautkrebs zu erkranken und sollte unbedingt vermieden werden“, so Stefan Kukacka, Sprecher von Kosmetik transparent. Wer sich exzessiv der Sonne aussetzt, riskiert außerdem unschöne und schmerzhafte Mallorca-Akne oder allergische Reaktionen.

2. Hauttypgerechter Sonnenschutz

Der richtige Sonnenschutz hängt vor allem vom jeweiligen Hauttyp ab. Die Bestimmung des eigenen Hauttyps sollte ein Hautarzt oder ein Apotheker übernehmen. Rund 68 Prozent würden ihren Hauttyp den Kategorien 3 und 4 (also Menschen, die schnell bis sehr schnell bräunen und eher sonnenunempfindlich sind) zuordnen. Das stimmt für die meisten ÖsterreicherInnen aber nicht. Hellere Hauttypen (1 und 2) brauchen stärkeren Sonnenschutz.

3. Mehr ist mehr

„Man kann mit 30 ml für einen Erwachsenen für den ganzen Körper oder sechs Teelöffel Sonnencreme rechnen“, so die Allgemeinmedizinerin Veronika Lang. Die meisten Menschen cremen wesentlich weniger und erreichen so nicht den auf den Produkten angegebenen Lichtschutzfaktor. Dieser zeigt an, um wie viel länger sich jemand eingecremt in der Sonne aufhalten kann, ohne Sonnenbrand zu bekommen. Welcher LSF zum eigenen Hauttyp passt, richtet sich nach der sogenannten Eigenschutzzeit der Haut. Das ist die Zeitspanne, in der die Haut der Sonne ausgesetzt sein kann, ohne dass Sonnenbrand entsteht. Abhängig von Hauttyp, Ort und Jahreszeit sind das im Durchschnitt 5 bis 30 Minuten. Eine Sonnencreme mit LSF 30 verlängert diese Eigenschutzzeit um den Faktor 30. Wer also ohne Creme nach zehn Minuten mit einem Sonnenbrand rechnen muss, ist mit einem Faktor 30 theoretisch bis zu 300 Minuten geschützt. Alle zwei Stunden Nachcremen ist sinnvoll, um den Schutz auch nach dem Baden aufrecht zu erhalten. Achtung: Nachcremen hält den Schutz aufrecht, verlängert ihn aber nicht!

4. Auf UVA- und UVB-Symbole achten

Rund 70 Prozent der ÖsterreicherInnen kennen die UVA-/UVB-Zeichen auf Sonnenschutzprodukten und deren Bedeutung nicht.

Der angegebene UV-Schutz bezieht sich auf den UVB-Bereich. Für den Schutz vor UVA-Strahlung, die vor allem die Hautalterung beschleunigt, bieten entsprechend gekennzeichnete Produkte Schutz. Veronika Lang: „Ein effizientes Sonnenschutzprodukt deckt das UVA- und UVB-Spektrum ab und hat die Filter auch entsprechend aufeinander abgestimmt!“

5. Mittagssonne meiden und ab in den Schatten

Zum umfassenden UV-Schutz gehört neben einer Kopfbedeckung auch eine Sonnenbrille sowie die Mittagssonne meiden und den Schatten bevorzugen. Nach dem Sonnenbad fördert ein AfterSun Produkt mit ausreichend Feuchtigkeit die Regeneration der Haut.

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