So viele Zusatzstoffe sind in Hummus aus dem Supermarkt

Große Unterschiede: Ein Test der Arbeiterkammer zeigt, dass nur wenige Produkte an das klassische Originalrezept herankommen.

Hummus

Kichererbsen, Knoblauch, Zitrone, Sesampaste und eine Handvoll Gewürze – mehr braucht es eigentlich nicht für die beliebte Kichererbsenpaste. Tatsächlich ist aber in Hummus aus dem Supermarkt oft sehr viel mehr drinnen wie ein Test der KonsumentenschützerInnen der Arbeiterkammer Oberösterreich nun zeigt.

Im Rahmen des Tests wurden 19 Produkte aus diversen Supermärkten unter die Lupe genommen. Es wurde bewusst ausschließlich klassischer Hummus ohne zusätzliche Geschmacksrichtung getestet, um die Zutaten und Nährwerte dem Originalrezept bestmöglich gegenüberstellen zu können. Auch das gesamte Preisspektrum wurde abgebildet: Zwischen 70 Cent und 1,66 Euro pro 100 Gramm kosteten die getesteten Pasten.

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Kichererbsen-Anteil in vielen Produkten zu gering

Im ungeschützten Originalrezept sind Kichererbsen der Hauptbestandteil des Aufstrichs, bei den Proben reichte der Anteil allerdings nur von 37 bis maximal 79 Prozent. Auch das für Hummus üblicherweise verwendete Olivenöl wurde in fünf der getesteten Produkte mit Sonnenblumen- oder Rapsöl gestreckt. In 14 Proben waren außerdem Konservierungsstoffe, Säuerungs- und/oder Verdickungsmittel enthalten, fünf Supermarkt-Aufstriche kamen ohne Zusatzstoffe aus.

Ja! Natürlich ist Testsieger

Im Gesamtranking schnitt der "Bio-Hummus" von ja! Natürlich (ohne Konservierungs- und Zusatzstoffe) am besten ab. Mit 79 Prozent wies hingegen der "Yummie Dip Hummus Klassisch" von Hofer den höchsten Kichererbsenanteil auf. Der Hummus von Spar Veggie by Neni hat den geringsten Fettanteil. Laut Originalrezept enthält Hummus nämlich nicht viel Fett, dafür aber viele Ballaststoffe, Proteine, Vitamine und Mineralstoffe. Mehr als die Hälfte der getesteten Produkte war mit einem Anteil von 18 bis 31 Prozent deutlich zu fettig.

Besser: Hummus selbst zubereiten!

Das Fazit der Arbeiterkammer ist demnach ernüchternd, weshalb die KonsumentenschützerInnen dazu raten, die Kichererbsenpaste künftig einfach selbst zu machen. Ein Rezept findest du hier!

 

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