So vermeidest du Plastikmüll im Badezimmer

Plastik vermeiden ist sinnvoll – und easy. Mit diesen 11 Tipps wird deine Beauty-Routine umweltfreundlicher.

Verpackungen von Duschgels, Seifen und Co. und Wattestäbchen aus Plastik sind im Bad auf den ersten Blick erkennbar. Doch da lauert noch mehr: Mikroplastik besteht aus winzigen Kunststoffteilchen, die für das bloße Auge nicht sichtbar sind, aber in Kosmetikprodukten leider immer noch vorkommen. Mit bösen Folgen für die Umwelt. Zeit zum Umdenken! Gänzlich vermeiden lässt sich Plastik in unseren Badezimmern zwar nicht. Es lässt sich aber deutlich reduzieren – und das bereits mit diesen kleinen Veränderungen: 

+ Handtücher und Badeteppiche: Naturfasern aus reiner Baumwolle, fühlen sich nicht nur flauschig an, sie sind auch umweltfreundlicher als synthetische Microfasern, deren Plastikanteil sich nach und nach beim Waschen löst und über den Abfluss der Waschmaschine in die Umwelt gerät. 

+ Glasverpackungen: Müssen Kosmetika wirklich immer in Plastik verpackt sein? Nein! Viele Bio-Hersteller setzen längst auf Glastiegel und Kartons aus recyclebarer Pappe. Wer solche Produkte bevorzugt, leistet einen nützlichen Beitrag zum plastikfreien Leben. 

+ Bürsten und Pinsel: Plastikgriffe und Kunststoffborsten sind weder für die Haut, noch für die Umwelt gut. Empfindliche Haare und Haut reagieren gereizt auf das starre Plastik. Und für die Umwelt bedeuten solche Wegwerfartikel einen unnötigen Ballast. Daher gilt: Lieber Bürsten, Kämme und Pinsel mit Holzgriffen und Naturborsten verwenden. 

+ Unverpackt-Läden: Vor allem in den Großstädten eröffnen immer mehr so genannter „Unverpackt-Läden“, in denen sämtliche Ware lose angeboten wird. Man bringt sich seine eigenen Verpackungen (z.B. Körbe, Gläser, Papier) selbst mit und kauft damit umweltfreundlich ein. Neben Lebensmitteln führen viele solcher Läden auf Kosmetika zum Selbstabfüllen. Speziell auf Beauty & Pflege spezialisiert ist das Geschäft Sonnengrün in Wien.

+ Seife: Bei kaum einem anderen Kosmetikprodukt lässt sich Plastik so leicht einsparen, wie bei Seife. Wer nämlich einfach eine Stückseife, anstatt eines Spenders verwendet, reduziert seinen Plastikverbrauch deutlich. Inzwischen gibt es übrigens auch Shampoo und Duschgel am Stück.

+ Waschlappen: Fix-fertige Abschminktücher, aber auch Wattepads, die man selbst mit Makeup-Entferner tränkt, sind vielleicht praktisch. Aufgrund ihres Mikroplastikanteils sind sie aber nicht umweltfreundlich und können Kläranlagen verstopfen. Wer statt solcher Wegwerfartikel einen Baumwollwaschlappen benutzt, reinigt seine Haut ebenfalls gründlich, schont aber die Umwelt.   

+ Großverpackungen: Zur Gänze lässt sich Plastik nicht umgehen. Wenn man also nicht umhin kommt ein Plastikprodukt zu kaufen, sollte man wenigstens eine Großverpackung wählen, um den Kunststoffverbrauch in Relation klein zu halten. 

+ Selber machen: Viele Peelings enthalten als Schleifgranulaten nach wie vor Mikroplastik. Wer auf solche Produkte verzichten möchte, kann sein Peeling ganz einfach selbst herstellen. Man mischt einfach eine halbe Tasse grobes Meersalz mit einer halben Tasse Olivenöl und schon ist das plastikfreie Bio-Peeling fertig! 

+ Zahnbürsten: Herkömmliche Zahnbürsten sind die reinsten Plastikfallen. Doch zum Glück gibt es inzwischen tolle Bio-Alternativen mit Holzgriff und Bambusfasern. Bambus wirkt von Natur aus antibakteriell, so dass sich keine Bakterien oder Schimmel an der Zahnbürste bilden können.

+ Naturöle: Eine nährende Bodylotion fühlt sich toll an und reicht gut. Sie ist aber in der Regel in Plastik verpackt und enthält in vielen Fällen auch einen recht hohen Anteil an Mikroplastik. Eine tolle Bio-Alternative sind reine Naturöle (z.B. Kokos-, Mandel- oder Nussöl), die ebenfalls toll duften und die Haut auf natürliche Weise nähren. Kleiner Tipp: Naturöle werden am besten nicht auf die trockene, sondern leicht angefeuchtete Haut aufgetragen. 

+ App: Wer Mikroplastik vermeiden will, sich aber nicht sicher ist, in welchen Kosmetika es enthalten ist, kann sich spezielle Apps (z.B. CodeCheck) herunterladen. Über den Barcodescanner des Produkts liest die App dessen Inhaltsstoffe aus und gibt so auch über den Plastikanteil Auskunft.  

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