So ticken die Österreicher im Bett

Auch im Bett tendieren die Österreicher und Österreicherinnen zu einer konservativen Einstellung. Das sagen die Ergebnisse einer Umfrage des Sextoy-Anbieters Amorelie.

Was wollen die Österreicher im Bett? Welche Fantasien und vorlieben haben sie? Gibt es dabei Unterschiede zwischen Männern und Frauen? Oder zwischen den Bundesländern? Und wie sieht es mit Sextoys aus?

Um das herauszufinden, hat der Online-Lifestyle-Shop Amorelie eine österreichweite Umfrage gemacht.


Gleich viele Sexpartner

Das Klischee, Männer hätten mehr Sexpartner als Frauen, ist laut der Studie überholt. Beide Geschlechter liegen gleichauf: 14% der Frauen und 14% der Männer gaben an, mehr als 15 Sexualpartner gehabt zu haben. Das führende Bundesland mit den meisten Partnern ist Kärnten, gefolgt von Vorarlberg und Niederösterreich.

Zwischen 6 und 15 Sexpartnern hatten 34% der Frauen und 32% der Männer. Über die Hälfte aller Befragten hatte 5 oder weniger Sexpartner.

Österreicher glauben an den Partner für's Leben

Nicht nur bei der Anzahl ihrer Sexpartner scheinen die Österreicher eher romantsich veranlagt zu sein: Bei der Frage, ob Sex mit einem Partner ein Leben lang glücklich machen könne, gaben 44% an, dass es möglich sei und sie das aktuell erleben. Lediglich 3% glauben nicht "an die große Liebe und 12% meinen, dass die Wahrscheinlichkeit für einen Seitensprung mit der Zeit zunimmt.

Männer haben mehr Lust

Eine Aussage, die Viele schon einmal gehört haben: Männer wollen häufiger Sex als ihre Frauen. Laut der Amorelie-Studie stimmt das.

Ein Großteil der Frauen (42%) und Männer (34%) sind mit der Sex-Häufigkeit zufrieden. Ganze 45% der Männer gaben jedoch an, dass ihre Frau oft keine Lust habe. Umgekehrt sagen das nur 14% der Frauen über ihre Männer. Woran das liegen könnte? Laut Statistiken haben Frauen seltener einen Orgasmus, was zu einer geringeren Zufriedenheit mit dem Sexleben und somit auch zu weniger Lust führen könnte. Sex-Toys und ein spielerischer Umgang mit Sex könnte hier Abhilfe verschaffen.

Ein Thema, bei dem es weniger Ungereimtheiten zu scheinen gibt, ist die Tageszeit. Bei der 43% aller Befragten ist "Sex am Abend" der Favorit.

Frauen sind aufgeschlossener bei gleichgeschlechtlichem Sex

Das Thema Sex mit dem gleichen Geschlecht spricht eher Frauen an, oder zumindest geben sie es eher zu. 31% sagen, dass sie der Gedanke reizt, mit einer anderen Frau körperlich zu werden. Bei Männern finden lediglich 9% gleichgeschlechtlichen Sex reizvoll. Kategorisch ausgeschlossen ist es für 41% der Frauen und 80% der Männer.

Im Hinblick auf Bundesländer sind die Bewohner Burgenlands und Wiens am experimentierfreudigsten.


Sextoys für die Österreicher


Inzwischen sind Lovetoys für viele ein fester Bestandteil des Liebeslebens, um dieses abwechslungsreicher zu gestalten. Das belegen folgende Zahlen: 14% der Frauen und 12% der Männer besitzen ein Toy, 51% der Frauen und 45% der Männer haben sogar zwischen 2 und 4 Toys. Mehr als 4 Sextoys findet man bei 24% der Frauen und 37% der Männer.

Im Hinblick auf die Bundesländer führen Salzburg und Niederösterreich bei den Besitzern mit "mehr als 4 Produkten".

Es gibt viele Gründe, ein Liebesspielzeug zu benutzen, aber es gibt zwei Favoriten: Sie möchten das Sexleben mit dem Partner bereichern (77%) und die Benutzung macht einfach Spaß (76%). Rund 49% geben Neugier als Grund an. 11% der Frauen können beim Sex mit ihrem Partner keinen Orgasmus bekommen und greifen deshalb zu den kleinen Helfern.

So wichtig Sex auch ist, beim ersten Date sehen das viele anders: 63% der Männer und 84% der Frauen würden beim ersten Treffen lieber eine gute Unterhaltung haben als Sex.

Von Penisgrößen und Intimfrisuren

Eine Frage, die wohl schon seit Jahrhunderten diskutiert wird, ist die der idealen Penislänge. Ist der Irrglaube, dass groß gleich gut ist, immer noch weit verbreitet? Ganz klar: nein. 31% der Frauen und 30% der Männer sagen zwar, dass eine gewisse Länge ihnen schon wichtig sei, aber ein Drittel ist sich auch einig, dass in erster Linie die Technik entscheidend für ein gutes Sexleben ist. "Nicht zu dünn" sollte das beste Stück für 19% des weiblichen Geschlechts sein.

Bei der Intimfrisur scheint naturbelassen nicht so schnell wieder in Mode zu kommen: 70% wollen es glatt, ein Viertel der Befragten mag es gestutzt. Naturbelassene Scham ist mit 3 Prozent kein Favorit.

Zur Umfrage: Amorelie hat 415 Teilnehmer aus ganz Österreich befragt. Davon waren 59% weiblich und 41% männlich. Die Hälfte der Befragten ist single, ebenso die Hälfte ist kinderlos.

 

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