So sicher ist eine Augenlaser-OP wirklich!

Das Augenlicht ist eine heikle Sache. Aber muss man vor einer Augenlaser-OP wirklich Angst haben? Wir waren live dabei und kennen die Antwort!

Kann man davon blind werden? Wird es wehtun? Und wieviel kostet sowas? Die häufigsten Fragen vor einer Augenlaser-OP liegen auf der Hand. Wir haben das Sehkraft Augenzentrum Wien besucht und eine Live-OP am Bildschirm mitverfolgt. Ärztlicher Leiter des Augenzentrums und Augenarzt Matthias Maus hat uns die wichtigsten Fragen rund um´s Augenlasern beantwortet:

Wie sicher ist eine Augenlaser-OP?

Die Lasik ist mit mehr als 1.000 wissenschaftlichen Veröffentlichungen und Studien und über 85 Millionen Behandlungen weltweit seit über 20 Jahren das am intensivste studierte Verfahren in der Medizin. Laut Matthias Maus, Leiter des Sehrkaft Augenzentrums, ist eine Augenlaser-OP sogar 7x sicherer als das Tragen von Kontaktlinsen. "Das Tragen von weichen Kontaktlinsen und Bildschirmarbeit ist besonders schlecht für die Augen. Kontaktlinsen nehmen der Haut Sauerstoff weg, durch die Blidschirmarbeit blinzeln wir viel zu wenig. Dadurch entsteht das sogenannte chronisch trockene Auge." Außerdem kommen durch die Kontaktlinsen ständig Keime ins Auge, die mehr Schaden anrichten können als jeder Laser.

Ab wann ist eine Augenlaser-OP möglich?

Es ist nicht notwendig abzuwarten, bis man einen gewissen Grad an Fehlsichtigkeit erlangt hat. Sobald das Auge ausgewachsen ist, also ab einem Alter von 18 Jahren, kann es gelasert werden.

Was sind die Nebenwirkungen? Kann man im schlimmsten Fall blind werden?

Matthias Maus: "Nein, man kann von einer Augenlaser-OP nicht blind werden! Der Laser arbeitet mit integriertem 6-D Eyetracker. Er überprüft mehr als 1000 mal pro Sekunde die aktuelle Position des Auges in sechs Dimensionen und stellt sicher, dass der Laserimpuls auf der exakt vorher berechneten Stelle landet. Bewegt der Patient das Auge zu weit aus einem vorher definierten Bereich, schaltet das Gerät einfach kurz ab. Der Patient kann also gar nichts falsch machen.“

Wie funktioniert der Eingriff?

Der Eingriff an sich geht sehr schnell und dauert etwa 12 Minuten. Zuerst werden die Augen mit Tropfen betäubt und das Auge mit einer kleinen Feder offen gehalten. Direkt auf den Augapfel wird ein Führungsring des sogenannten Femtosekunden-Lasers aufgesetzt. Der Patient spürt ein leichtes Druckgefühl. In dieser Zeit präpariert der Laser den Flap - eine Art obere "Schicht" am Auge, die vom Artzt vorsichtig zurückgelegt wird um die Hornhaut freizulegen. Dann beginnt das eigentliche Korrektur-Lasern. Mit den aktuellen Lasern passiert das in einer Geschwindigkeit von 1,4 Sekunden pro Dioptrie. Das hat für den Patienten den Vorteil, dass die Hornhaut weniger stark austrocknet. Matthias Maus: „Je kürzer die Behandlung, umso weniger stark kann die Hornhaut austrocknen und umso präziser arbeitet der Laser.“ Nach der Laser-Korrektur wird der Flap wieder zugeklappt, saugt sich von selbst an und wirkt wie ein körpereigenes Pflaster. Eine Kontaktlinse für 30 Minuten und eine Augenklappe für die Nacht schützen das Auge zusätzlich.

Was passiert nach der Behandlung?

Direkt nach dem Eingriff sieht man etwas verschwommen und die Augen können lichtempfindlich sein. Manchmal tränen und brennen die Augen danach noch für ein paar Stunden. Am nächsten Tag kann man schon wieder normal arbeiten gehen. Tagelange Schmerzen wie bei früheren Laser-OPs gibt es bei dieser Methode nicht.

Wieviel kostet der Eingriff?

Im Sehkraft Augenzentrum kostet die Laser OP ca. 2.600 Euro pro Auge.

Infos unter:

sehkraft Augenzentrum Wien

Goldenes Quartier, Seitzergasse 6, 1010 Wien

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