So sexistisch wird über Wissenschaftlerinnen berichtet

Diese Tweets zeigen unmissverständlich, wie unterschiedlich über wichtige Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler berichtet wird. Hier wurde das Spiel einfach umgekehrt: Über berühmte Wissenschaftler wird so geschrieben, als wären sie Frauen.

Der oder die anonyme Twitter-UserIn Daurmith verdeutlicht mit Tweets, wie unterschiedlich über weibliche und männliche WissenschaftlerInnen geschrieben wird. Er oder sie hat in einigen – ursprünglich spanischen – Tweets kurze Biografien von Wissenschaftlern geschrieben. Und zwar so, wie sie wohl ausgesehen hätten, wären es Wissenschaftlerinnen gewesen. Die Wahrheit tut weh.

— Daurmith (@Daurmith) 30. Januar 2016

„Als frommer Ehemann und Vater hat Darwin seine familiären Pflichten und die Studien der Proben, die er von seinen Reisen mitbrachte, miteinander vereint.“

„Niemand konnte ahnen, dass sich hinter Newtons großen Augen und zierlichen Erscheinung eines der erstaunlichsten Gehirne der Welt versteckte.“

„Er hatte den Körper eines Athleten und das Gesicht eines Filmstars. Doch Oliver Sacks entschied sich für Wissenschaft statt Glamour.“

— Daurmith (@Daurmith) 30. Januar 2016

„Pierre Curie, verheiratet und stolzer zweifacher Vater, fand während seiner kurzen wissenschaftlichen Karriere Zeit für Liebe und Familie.“

„Mit seiner mürrischen Persönlichkeit dachte man, er würde nie heiraten. Dennoch kriegte Schrödinger eine Ehefrau und einen Nobelpreis.“

„Der freche und unbekümmerte Feynmann stellte während seiner Forschung soziale Normen auf die Probe. Er hat in den ganzen USA Herzen gebrochen.“

Also wenn das nicht augenöffnend ist, was dann?

 

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