So schlecht werden ASOS-MitarbeiterInnen behandelt

Ein aktueller Bericht deckt auf, unter welchen Bedingungen die LagermitarbeiterInnen der Modekette arbeiten müssen.

"The Real Cost of Asos's Fast Fashion." Unter diesem Titel veröffentlichte ein Investigativ-Team des Onlinemagazins "Buzzfeed" eine Reportage über die katastrophalen Arbeitsbedingungen des beliebten Online-Shopping-Portals "ASOS".

Permanente Überwachung


Die riesige Modekette hat ihr Zentrum im Norden Englands. Konkret in einem großen Lagerhaus in Barnsley. Die MitarbeiterInnen dort berichten davon, wie sie ständig überwacht werden und nicht einmal reguläre Toilettenpausen machen dürfen - aus Angst, die vorgegeben Ziele nicht erreichen zu können.

ASOS Lagerhaus im Norden Englands

Auch werden sie regelmäßig untersucht, müssen ihre Schuhe ausziehen und werden vor dem Toilettengang abgetastet. Die Arbeitsverträge seien außerdem so formuliert, dass sie zu jeder Zeit entlassen werden können und Schichten in letzter Minute abgesagt werden.

Kündigungen wegen Krankheit


Eine Mitarbeiterin erlitt eine Panikattacke und bat darum, in eine andere Abteilung versetzt zu werden. Das Management ließ ihr daraufhin die Kündigung zukommen.

Dies sind nicht die ersten Vorwürfe, denen sich der Modegigant ASOS stellen muss. Bereits im Juni berichtete der britische "Independent" von massiven Überwachungsoffensiven des Unternehmens und täglichen Durchsuchungen.

"Wir werden alle wie Diebe behandelt", sagte eine Mitarbeiterin dem Online-Magazin "Buzzfeed". Das Unternehmen streitet die Vorwürfe ab.

 

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