So reagieren Männer auf den Hashtag #MeToo

#MeToo, #MeToo, #MeToo posten Frauen seit Tagen in den sozialen Medien. Schauspielerin Alyssa Milano hatte Frauen dazu aufgerufen, unter dem Hashtag ihre Geschichten sexueller Gewalt zu erzählen. Und manche Männer haben sogar eine gute Antwort darauf.

Es ist der neue #Aufschrei: Tausende Frauen posten #MeToo in den sozialen Medien und machen darauf aufmerksam, dass sie Opfer sexueller Belästigung und sexueller Gewalt sind. Jetzt haben (wenig überraschend) auch die Männer etwas dazu zu sagen. Erstaunlicherweise hat es aber nichts mit Victim Blaming, Fingerzeigen und bösen "Feminazis" zu tun: Unter dem Hashtag #HowIWillChange, also 'Wie ich mich ändern werde', posten Männer ihre Pläne, wie sie durch ihr alltägliches Verhalten zu besseren Verbündeten und Unterstützern von und für Frauen werden können.


Jede Geschichte, die hinter einem der tausenden #MeToo-Posting steckt, hat nicht nur ein Opfer, sondern auch eineN TäterIn, eineN BelästigerIn als AntagonistIn. Statistisch gesehen ist das in den meisten Fällen ein Mann. Umso wichtiger ist es, dass Männer sich solidarisieren und ihre Rolle am Bestehen und der Aufrechterhaltung der Vergewaltigungskultur erkennen und bekämpfen. "Leute, jetzt sind wir dran", twittert der Journalist Benjamin Law am Montag. "Nach den zahllosen #MeToo-Geschichten von Frauen, die missbraucht, belästigt und angegriffen wurden, sagen wir heute #HowIWillChange."


Und er liefert gleich ein paar gute Beispiele:

"Ich erkenne, dass wenn alle Frauen, die ich kenne, belästigt, missbraucht oder angegriffen wurden, dann kenne ich auch Täter. Oder bin selbst einer."

"Ich erkenne, dass ich kein Täter sein muss, um ein schlechter Kerl zu sein. Sexuelle Gewalt in Frage zu stellen und nichts dagegen zu unternehmen, ist genauso schlimm."

"Ich werde all das tun und mir dafür kein Lob oder Anerkennung erwarten, weil Frauen jeden verdammten Tag die meiste Arbeit dieser Art erledigen."

Und andere Männer folgten:


Natürlich ist es das Internet und nicht alle Meldungen zu #HowIWillChange sind unterstützend und einsichtig - aber es sind zahlreiche gute Postings und Ansätze dabei. Ein Twitteruser sagt es richtig: "Dieses Frauenthema ist ein Männerproblem - Männer müssen es bewältigen."

#Aufschrei: WIENERIN-Leserinnen erzählen von ihren Erfahrungen mit sexueller Belästigung:

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