So gefährlich sind Ostereierfarben wirklich

Alarmierendes Ergebnis beim Marktcheck von Greenpeace: Von 60 getesteten Ostereierfarben wurden 50 mit „Nicht genügend“ beurteilt.

Wer freut sich noch nicht auf die Ostereier: Schließlich spielen die bunten Eier bei Bräuchen wie Eierpecken oder verstecken die Hauptrolle. Die Freude wird nun etwas getrübt vom aktuellen Marktcheck von Greenpeace. Von 60 getesteten Farben aus dem Einzelhandel sind 50 mit problematischen Farbstoffen wie Azofarben belastet. Das Problem: Diese können bei Hautkontakt in den Körper gelangen und in sich krebserregende Stoffe umwandeln. Auch ein Durchdringen der Schale beim Färben kann nicht ausgeschlossen werden. Dann können sie Unverträglichkeiten wie Nesselsucht, Hautödeme und Asthma auslösen.

Die Sendung mit der Maus: Eierfärben.

Während Lebensmittel, die mit solchen Farben behandelt wurden, den Warnhinweis „Kann Aktivität und Aufmerksamkeit von Kindern beeinträchtigen" enthalten müssen, sind die Farben selbst davon ausgeschlossen. Und viele Eltern lassen ihre Kinder nichts ahnend damit hantieren. Aber auch einzeln verkaufte gefärbte und gekochte Eier - wie sie etwa in Bäckereien erhältlich sind sind - lassen den Käufer über „Herkunft, Haltungsform und verwendete Farben völlig im Dunkeln", so Greenpeace Konsumenten-Sprecherin Gundi Schachl. Bei Eiern aus dem Supermarkt schnitten alle Proben unbedenklich ab.

Wer beim Färben auf Nummer sicher gehen will, der „greift am besten zu Bio-Eiern und färbt diese mit den im Greenpeace-Test empfohlenen Farben (Firmen Auro und Nawaro) oder mit Farbstoffen aus der Natur wie etwa Zwiebelschalen oder Kurkuma", empfiehlt die Greenpeace-Expertin.

 

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