So erkennt man echten Pelz

Laut Stiftung Warentest bestehen auch nicht-gekennzeichnete Produkte aus Pelz. So unterscheiden Sie Pelz von Kunstfell.

Echter Pelz an Kleidungsstücken muss laut einer EU-Verordnung eigentlich gekennzeichnet sein. Im Etikett steht dann: "Enthält nichttextile Teile tierischen Ursprungs". Doch fehlt diese Kennzeichnung, können sich Käufer dennoch nicht sicher sein, etwa eine Jacke mit Kunstpelzbesatz zu kaufen.

Marderhunde billiger als Kunstfell

Laut einem aktuellen Test der Stiftung Warentest bestehen nämlich auch nicht-gekennzeichnete Produkte teils aus echtem Pelz. Das berichtet die Zeitschrift "test" (Ausgabe 2/2016). Hintergrund sei, dass etwa Felle von Marderhunden sehr billig angeboten werden - billiger oder zumindest genauso teuer wie Kunstfell.

Kunden sollten selber nachprüfen

Für Käufer gibt es aber ein paar Tricks, wie sie Echtpelz erkennen können. Zum einen können sie hineinpusten: Echtes Tierfell hat eine feine, dichte Unterwolle, die sich schon bei einer leichten Brise bewegt. Webpelz dagegen ist steifer, so die Stiftung Warentest. Außerdem können Konsumenten die Lederprobe nutzen: Dafür scheiteln sie die Haare des Fells. Ist es echt, sieht man darunter Leder. Handelt es sich um Kunstpelz, kommt Gewebe zum Vorschein.

Besitzt man schon eine Jacke oder Haube mit Pelzbesatz und möchte prüfen, ob dieser nicht doch echt ist, hat man eine weitere Möglichkeit: Man kann ein paar Haare ausreißen und verbrennen. Kunsthaar schmilzt zu kleinen Klümpchen, es riecht nach Plastik. Riecht es aber nach verbranntem Haar, ist der Pelz echt.

 

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