So entstehen die besten Fotos ihrer Kinder

Gute Kinder- und Babyfotos kann jeder machen. Auf was Sie dabei achten müssen, damit es klappt, erfahren Sie in diesen zehn Tipps von Fotografin Conny Ehm und Leinwandfoto.de.

Tipp Nr. 1: Auf Augenhöhe bleiben


Begeben Sie sich auf Augenhöhe mit Ihrem Kind. So merken Sie, wie der kleine Mensch die Welt sieht. Auf Augenhöhe wird das Kind automatisch zum gleichberechtigten Wesen. Ein Foto aus Erwachsenensicht lässt das Baby klein und unbedeutend erscheinen. Das ist bei den meisten Fotos sicher nicht gewünscht. Also: Hinknien, -setzen oder -legen und die Welt mit Kinderaugen sehen!

Tipp Nr. 2: Spontan sein


Fotos sind besonders authentisch, wenn sie spontan entstehen. Lassen Sie Ihr Kind einfach so sein, wie es ist: am Daumen nuckeln oder Mamas Strickzeug entdecken. Halten Sie Kamera oder Smartphone am besten griffbereit, denn verpasste Momente nachzustellen bringt meist keine guten Fotos. Und: Ungestellte Fotos streichen die Persönlichkeit des Babys am besten heraus.

Die schönsten Fotos bekommen Sie, wenn das Kind kurz vorher gestillt oder gefüttert wurde. Oder noch besser, nachdem es ein Schläfchen gemacht hat. Dann ist es entspannt und die Laune ungetrübt. Machen Sie den Test: Fotos von gutgelaunten Babys sind einfach schöner.

Tipp Nr. 3: Halten Sie sich im Hintergrund


Halten Sie sich mit der Kamera im Hintergrund. Folgen Sie nur langsam den Bewegungen des Kindes. Denn: Kleinkinder sind von Natur aus neugierig. Viele schöne Foto-Situationen scheitern daran, dass das Kind deine Kamera für hochinteressant hält und danach greifen will.


Etwas einfacher wird es, wenn sich eine andere Person mit dem Kind beschäftigt. Dann lässt sich der oder die Kleine weniger vom Fotografen ablenken. Baby mit Mama, Papa, Oma oder Opa sind auch tolle Foto-Motive.


Tipp Nr. 4: Drinnen fotografieren


Egal, ob drinnen oder draußen, überall kann man schöne Kinderfotos machen – wenn Sie einige Regeln zum Licht beachten. Wenn Sie die Wahl haben, wählen Sie drinnen einen möglichst mit Tageslicht durchfluteten Raum. Versuchen Sie hierbei stets das Licht von der Seite zu haben. Wenn Sie das Fenster im Rücken haben, ist die Gefahr groß, dass Sie einen langen Schatten werfen. Natürlich gibt es auch abends schöne Foto-Situationen. Hier gilt die Faustregel: nicht Blitzen! Lieber die Lichtempfindlichkeit an der Kamera erhöhen und aufblenden.


Tipp Nr. 5: Draußen fotografieren

Bei Outdoor-Aufnahmen ist ein bewölkter Himmel gar nicht schlecht. Er erzeugt ein diffuses Tageslicht, das das Gesicht des Babys weich erscheinen lässt. Vermeiden Sie auf jeden Fall die knallige Mittagssonne, sie wirft unschöne Schlagschatten und erzeugt zu scharfe Kontraste. Außerdem tut die starke Sonneneinstrahlung Ihrem Kind nicht gut!

Tipp Nr. 6: Dritteln

Die Grundregel für die Bildgestaltung ist das Bild in 3 mal 3 Teile unterteilen und die Motivelemente an den Linien dieses gedachten Rasters anordnen. Solche Fotos werden als besonders harmonisch wahrgenommen. Die Platzierung des Hauptmotivs am Rand des Fotos wirkt dynamisch.

Tipp Nr. 7: Das richtige Motiv

Sie wollen ein bisschen experimentieren? Bitte sehr! Hier ein paar Inspirationen:

  • Babys Füße in Mamas/Papas Hand: winzig neben groß
  • Langzeit-Serie „Unser schlafender Schatz“: mindestens einmal im Monat im Bettchen fotografieren und dem Baby beim Wachsen zusehen. Am besten mit einem Kuscheltier im Bild zum Vergleich
  • Stimmungs-Serie: Freude, Neugier, Geborgenheit... Eine Reihe Spontan-Fotos aus verschiedenen Situationen zu einer Collage zusammenstellen, am besten mit dem Baby in den gleichen Anziehsachen.
  • Sommerspaß im Garten: lachendes Kindergesicht beim Plantschen
  • Kindertreff auf dem Spielplatz oder im Kindergarten: die Gesellschaft der Kleinkinder. Die anderen Eltern fragen, ob man fotografieren darf und später Bilder teilen.


Tipp Nr. 8: Oft auslösen


Für schöne Baby-Fotos gilt: Lösen Sie lieber zu oft aus als zu selten. Das erhöht die Chance auf Fotos mit einem schönen Lächeln oder einem kecken Blick. Nicht so gelungene Fotos können Sie später bequem aussortieren. Eine Trefferquote von zehn Prozent ist eine Spitzen-Ausbeute. Die meisten Kameras haben eine Serienbildfunktion. Sie ist besonders geeignet für Aufnahmen von schnellen Bewegungen.

Tipp Nr. 9: Rein- statt rauszoomen


Für Baby- und Kleinkindaufnahmen ist eine Brennweite im Tele-Bereich empfehlenswert, das heißt Brennweite 50 mm (Kleinbild-Äquivalent – das entspricht an vielen Digitalkameras 33 mm) und aufwärts. Da Sie sich als Fotograf ohnehin im Hintergrund halten, kommen Sie ums Reinzoomen nicht herum. Ungeeignet sind Weitwinkelaufnahmen. Sie lassen das Baby verloren in der Umgebung wirken.

Tipp Nr. 10: Handy-Fotos – Was beachten?


Das Fotografieren mit dem Handy hat den großen Vorteil, dass man es stets zur Hand hat, wenn der oder die Kleine gerade die Waschmaschine inspiziert oder das neue Tier-Puzzle für sich entdeckt hat. In vielen neueren Smartphone-Modellen sind ganz ordentliche Kameras eingebaut. Nachteil ist aber, dass Handykameras häufig eine leichte Weitwinkellinse haben und nur digital (nicht optisch) zoomen können. Gerade bei schlechtem Licht sinkt die Bildqualität dadurch deutlich.

Außerdem bieten Handys nur wenige Einstellungen: Oft ist kein richtiger Weißabgleich möglich, was besonders bei einer Mischung aus Tages- und Glühbirnenlicht in den Aufnahmen zu bläulich-blasser Haut führt. Mit speziellen Apps kann man dieses Problem jedoch beheben.

Die Tipps haben Fotografin Conny Ehm und Leinwandfoto.de erstellt.

 

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