Sind gute Vorsätze Selbstverbesserung oder doch nur Selbstbetrug?

Mehr Sport, weniger Kilos, innere Ausgeglichenheit: Gute Vorsätze und schlechte Angewohnheiten. Aber wozu eigentlich? Lohnt es sich, den inneren Schweinehund zu überwinden oder sind Neujahrsvorsätze ohnehin nur Startschüsse für ein Rennen, das nie stattfindet?

"Hände aus der Keksdose," befiehlt mein Vater als hätte er mich gerade beim Ladendiebstahl ertappt. Dann höre ich noch ein vorwurfsvolles "Du willst doch abnehmen!" bevor er sich genüsslich das nächste Vanillekipferl einverleibt. Hier muss bitte ein Missverständnis vorliegen: von "abnehmen WOLLEN" kann überhaupt nicht die Rede sein!! Wir schreiben den 31. Dezember 2015:


Die Anstrengungen der Weihnachtsfeiertage stehen mir buchstäblich ins Gesicht geschrieben. Das Christkind hat Geschenke gebracht und viele Kalorien. Wenn es 2016 so weitergeht, pass ich nicht mehr in das hautenge Designer Shirt, das am 24. unterm Baum gelegen hat. Aber die Vorstellung ab jetzt weniger zu essen, gefällt mir in dieser Jahreszeit auch ganz und gar nicht. Das würde ja auch bedeuten, dass ich konsequenterweise am 1. Jänner auch auf mein Lachsfrühstück verzichten müsste, oder?

Gute Vorsätze: Selbstverbesserung oder Selbstbetrug?

Gehört es zum guten Ton, sich am Anfang des Jahres etwas vorzumachen? Oder ist es im Gegenteil höchst bewundernswert, sich - und seinen schlechten Angewohnheiten - zum Stichtag einen Neustart zu gönnen? Natürlich kann es NIE schaden, gesünder zu leben und/oder Sport zu treiben. Allerdings haben diese zu Beginn des neuen Jahres getätigten Vorsätze erfahrungsgemäß eine kürzere Haltbarkeit als die einer guten Gesichtscreme.

Gute Vorsätze für's letzte Jahr

46,7 Prozent nehmen sich gute Vorsätze für das neue Jahr vor, wobei das „schwache Geschlecht“ weitaus motivierter scheint als das „starke“. 55,2 Prozent der Frauen im Vergleich zu nur 37,7 Prozent der Männer steckten sich für 2011 Ziele. (Quelle: Marketagent.com)
 

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