Simone de Beauvoir

Am 9. Januar 2014 würde Simone de Beauvoir ihren 106. Geburtstag feiern. Jetzt ehrt sogar die Suchmaschine Google die einflussreiche französische Autorin und Philosophin mit einem eigenen Doodle.

Wer heute auf Google geht, dem lächelt sie auf dem Titelbild der Startseite der Suchmaschine entgegen: Die Schrifstellerin und Philosophin Simone de Beauvoir. Am 9. Januar 2014 hätte de Beauvoir, die zu den bekanntesten Intellektuellen Frankreichs ihrer Zeit und Vorreiterin der feministischen Bewegung zählte, ihren 106. Geburtstag gefeiert.

Ihr Buch „Das andere Geschlecht" aus dem Jahr 1949 ist bis heute das meistverkaufte der feministischen Literatur. „Man kommt nicht als Frau zur Welt - man wird es", schreibt sie darin und prägt damit eine ganze Generation von Feministinnen wie auch Alice Schwarzer, die die Französin gut kannte und mehrere Bücher über sie verfasste. Damals wurde das 700 Seiten starke Werk vom Vatikan auf die Liste der verbotenen Bücher gesetzt.

Doch nicht nur ihre philosophischen Schriften, auch de Beauvoirs Romane sorgen für Aufsehen. In ihrem 1954 veröffentlichen und ausgezeichneten Buch „Die Mandarins von Paris" gibt sie tiefe, kaum verschlüsselte Einblicke in die Machkämpfe der Pariser Intellektuellenszene nach dem Krieg. Eine Szene, von der sie genauso Teil war wie Jean-Paul Sartre. Mit ihm führte de Beauvoir seit ihrer Studienzeit eine ungewöhnliche Lebenspartnerschaft, die auf dem Grundgedanken der Freiheit basierte. Letztere ist auch einer der wichtigsten Begriffe des Existenzialismus, der philosophischen Strömung, der Sartre und de Beauvoir beide zuzurechnen sind.


Simone de Beauvoir starb am 14. April 1986 und wurde auf dem Cimetière du Montparnasse in Paris neben Jean Paul Sartre begraben.

 

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