Sexspielzeug positiv auf Schadstoffe getestet

Da bekommt das Wort "unbefriedigend" gleich eine ganz andere Bedeutung.

Sexspielzeug Vibratoren Schadstoffe Test VKI

Wenn der Verein für Konsumenteninformation (VKI) Sexspielzeug unter die Lupe nimmt, freuen sich Fans zweideutiger Wortspiele: "Unbefriedigend" bekommt bei Dildos und Vibratoren halt gleich eine ganz neue Bedeutung. Dabei ist der kürzlich durchgeführte Test gar nicht so lustig: Der VKI hat die Toys nämlich auf Schadstoffe getestet, in einigen fanden sich tatsächlich Stoffe, die im Verdacht stehen, Krebs zu erregen.

Vier Produkte mit Testurteil "nicht zufriedenstellend"

Zehn Vibratoren (13 bis 190 Euro), drei Liebeskugeln (12 bis 39 Euro) und drei Penisringe (8 bis 57 Euro) wurden vom VKI gemeinsam mit der deutschen Stiftung Warentest untersucht. Vier Produkte fielen durch, weil sie problematische Schadstoffe enthielten.

In der gelben "Vibrator-Badeente" von Big Teaze Toys und den Liebeskugeln "Joyballs Secret" von Joydivision wurde eine hohe Konzentration an polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen, kurz PAK, gefunden - sie stehen im Verdacht, Krebs auszulösen. Durchgefallen ist auch der "Sync Couples Vibrator" von We-Vibe: Der Ladekontakt des Geräts gab so hohe Mengen an Nickel ab, dass es überhaupt nicht in den Verkauf hätte kommen sollen. Nickel steht ebenfalls im Verdacht, Krebs zu verursachen und kann Allergien auslösen.

Die Testsieger kommen aus dem mittleren Preissegment

"Sehr gut" schnitten folgende Produkte ab: Der "Ocean Mini Vibrator" von Fun Factory  um 38 Euro, der "Space Rider 3000" von You2Toys um 25 Euro und der Penisring "Get Hard 3 Penisringe" um 12 Euro und ebenfalls von You2Toys. Insgesamt wurden sieben Produkte als "gut", zwei als "befriedigend" eingestuft. 

Ein Fazit des Tests: Der Preis sagt wenig über die Qualität des Spielzeugs aus. Denn auch im teuersten getesteten Produkt, dem "W500 Pro" von Womanizer (190 Euro) wurden Schadstoffe gefunden, wenn auch nicht in besorgniserregender Konzentration. 

Grundsätzlich sei Hygiene das oberste Gebot: Der VKI wies darauf hin, dass auch von unbelasteten Produkten nur dann keine Gefahr ausgeht, wenn man sie nach der Benutzung sorgfältig reinigt. Andernfalls verwandeln sich die Toys schnell in Keimschleudern.

Zum vollständigen Test-Ergebnis des VKI (kostenpflichtig).

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