Sexprobleme

Scharcher sind im Bett gleich doppelt benachteiligt: Sie schlafen nicht nur schlechter als geräuschlose Schläfer, sie haben auch den schlechteren Sex. Zu diesem Ergebnis zumindest kommt eine Studie aus den USA.

Partnerinnen von Scharchern sind wirklich nicht zu beneiden. Nicht nur, dass Nacht für Nacht ihre Bettruhe gestört ist, auch in Sachen Sex sieht es eher schlecht aus: Denn Schnarcher klagen überdurchschnittlich häufig über Potenzschwäche und Libidoverlust, so eine Studie aus den USA. Zeitweiser Atemstillstand als Folge von Schnarchen führe zu Übermüdung und Überempfindlichkeit des Körpers, teilte das Marine-Gesundheitszentrums in Bethesda im US-Bundesstaat Maryland mit. Dadurch könne es zu einer Störung des Sexuallebens von Männern und Frauen kommen.

Auch Wissenschafter der British Snoring and Sleep Association hatten insgesamt 2.000 Erwachsene per Fragebogen in die Untersuchung miteinbezogen. Ganze 85 Prozent meinten, dass ihre Beziehung profitieren könnte, wenn der Partner aufhören würde zu schnarchen. Die Hälfte der Teilnehmer gab weiters an, dass Schnarchen auch Einfluss auf ihr Sexleben habe.

Ursachen

Ursachen für die Erektionsstörungen der Schnarcher sind organisch, medikamentös aber auch psychisch bedingt. Schlafapnoe-Patienten, also Schnarcher mit nächtlichen Atemaussetzern, leiden häufiger als ihre Altersgenossen an Stoffwechselstörungen, wie beispielsweise einem erhöhten Cholesterinspiegel, oder Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems, wie Bluthochdruck oder Gefäßverengung.

Neben den organischen Ursachen und den Nebeneffekten der Medikamente spielt auch die Psyche eine Rolle. So bekommen starke Schnarcher wenig Erholung, was sich auf die Laune, Fitness und den Aktivitätsspiegel auswirkt, somit leidet in weiterer Folge auch das Sexualleben darunter. Denn wenn man sich schlapp und ausgelaugt fühlt, wird auch im Bett wenig passieren. Wenig verwunderlich ist dann, dass Schlafapnoe-Patienten eher zu Depressionen und Persönlichkeitsveränderungen neigen.

Behandlung

Die nächtlichen Atemaussetzer und die genannten Begleiterkrankungen machen medikamentöse Therapien nötig. Jedoch können einige der Arzneien Potenzstörungen auslösen oder verstärken. Es gibt aber auch andere Behandlungen, die Schnarchern helfen können. Oft sind Polypen ein Problem, welche operativ entfernt werden können. Das Schlafen auf der Seite kann Erleichterung bringen, da dann die Atemwege nicht in der Weise versperrt werden können, wie sie das in der Rückenlage werden. In schweren Fällen müssen Schnarcher mit einem Atemgerät nächtigen, was zwar anfangs unangenehm ist, langwierig aber gute Erfolge verspricht.

 

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