Sex sells? Das sagt eine neue Studie

Laut einer neuen Studie einer US-Universität könnte das altbewährte Werbeprinzip "Sex sells" doch nicht so gut bei der Kundschaft ankommen.

Sie kennen sicherlich das alte Argument "Sex sells", das für allerlei nackte Haut auf Werbeplakaten herhalten muss. Angeblich sollen Produkte so besser verkauft werden. Aber stimmt das wirklich?

Wenn es nach einer neuen Studie der Ohio State University geht, dann müssen wir dieses Argument gründlich überdenken. Das ForscherInnenteam analysierte 53 verschiedene Studien mit knapp 8500 Befragten auf die Frage, ob Produkte, die mit nackter Haut und sexy Fotos beworben werden, bei den potenziellen KundInnen besser ankommen.

Wie sich herausstellt, bevorzugten die Befragten viel eher die Werbungen, die ohne sexuelle Inhalte auf ihr Produkt hinwiesen. Denn: wenn sie sich Werbungen mit sexy Bildern ansahen, konnten sie sich schlechter an das eigentliche Produkt erinnern.

Das ist aus psychologischer Sicht eigentlich ganz logisch: denn das Gehirn konzentriert sich zu stark auf die nackte Haut und nimmt das Produkt dadurch weniger wahr. Dasselbte gilt für Werbungen mit gewalttätigen Inhalten. Die Werbungen, deren Produkt und Präsentation zusammenpassten und ohne Gewalt und Sex auskamen, kamen bei den Befragten viel besser an und würden auch eher gekauft werden.

 

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