Selfcare: 3 Tipps, wie du netter zu dir selbst bist

Selfcare

Während wir Menschen in unserem Umfeld mit Worten "Ach komm, schau‘ dich an. Fehler passieren, aber das ändert nichts daran, dass du ein toller Mensch bist" aufbauen, sobald sie ein kleines Tief haben, gehen wir mit uns selbst viel härter ins Gericht. Jeder winzige Fehler wird bis ins kleinste Detail analysiert, um am Ende bei der immer wieder gleichen "Erkenntnis" zu landen: "Ich hab’s einfach verbockt. Ich habe versagt."

Es ist ein weit verbreitetes Phänomen, dass sich Menschen selbst oft am schlechtesten behandeln, aber es gibt Wege, mit dieser Abwärtsspirale umzugehen:

1. Spule die vergangenen zwölf Monate nochmal im Schnelldurchlauf ab

In Momenten, in denen du dich schlecht fühlst, werden kleine Fehler oft unverhältnismäßig groß aufgeblasen – und wir verlieren alles Positive, das wir schon geschafft haben, aus den Augen. Ein guter Tipp ist daher, das letzte Jahr nochmal Revue passieren lassen und bewusst nachzudenken: Wo stand ich heute vor einem Jahr? Was habe ich in der Zwischenzeit alles geschafft? Was konnte ich in den letzten zwölf Monaten dazulernen? Im Trubel des Alltags nehmen wir uns oft nicht genug Zeit, unsere Erfolge zu feiern – und selbst wenn wir sie feiern, werden sie schnell wieder von Stress und vermeintlichen Misserfolgen in den Hintergrund gedrängt.

Um sich selbst in einem positiveren Licht zu sehen, kann es also helfen, sich ganz bewusst vor Augen zu führen, was man schon geschafft hat – und das ist bestimmt mehr als du zunächst denkst!

2. Stell dir vor, du wärst dein*e Freund*in

Was würdest du deiner*m allerallerbesten Freund*in, wenn er*sie was verbockt hat? Wenn ihm*ihr eine Präsentation in der Arbeit nicht optimal gelungen ist, und er*sie sich jetzt bei dir ausheult – würdest du sagen "War ja klar, dass das nichts wird. Hast dich offensichtlich nicht genug vorbereitet" oder würdest du ermunternde Worte wie "Das macht nichts. Ein Hoppala passiert allen mal. Ich bin sicher, es war gar nicht so schlimm" wählen? Eben. Sprich in deinen Gedanken mit dir selbst so als würdest du mit einem deiner Lieblingsmenschen reden.

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3. Nimm dich nicht so wichtig

Das klingt jetzt härter als es eigentlich (gemeint) ist, aber mal ehrlich: Wir tendieren dazu zu glauben, dass unsere Mitmenschen viel mehr wahrnehmen als sie eigentlich tun - das ist der sogenannte Spotlight Effect. Als Beispiel: Im Meeting komisch an der Nase gekratzt, beim Lachen kurz mal gegrunzt und beim Präsentieren gestolpert oder einen blöden Witz gemacht? Wir genieren uns noch Tage später, obwohl es eigentlich völlig egal ist, denn erstens: Nur weil du selbst das wahrnimmst, heißt das noch lange nicht, dass das alle anderen registrieren. Und zweitens solltest du nicht glauben, dass Kolleg*innen jetzt noch ewig drüber nachdenken, wenn sie es denn überhaupt wahrgenommen haben. Denn mal ehrlich: Wie oft denkst du "Hach damals, 2012. Als Bernhard aus der HR diesen Witz gemacht und einfach niemand gelacht hat"? Eben.

 

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