Self-Care: Wie Singles in der Coronazeit auf sich achten

Forscher*innen haben sich angeschaut, wie Singles in Zeiten von Ausgangsbeschränkungen und Social Distancing für ihr mentales Wohl sorgen.

Singles im Lockdown

Gerade für Singles und Alleinlebende ist die Corona-Zeit mit Ausgangsbeschränkungen und Social Distancing nicht leicht. Spontane Besuche bei Freund*innen oder Dates sind kaum oder wenn nur eingeschränkt möglich.

Auf Berührungen und Intimität müssen viele Menschen seit nun fast einem Jahr zu großen Teilen verzichten, was sich stark auf die mentale Gesundheit auswirkt. Wie gehen Singles mit der herausfordernden Zeit um? Welche Strategien werden für den mentalen Ausgleich angewendet? Eine neue Studie von ElitePartner hat sich diese Fragen genauer angeschaut.

Großteil der Singles entspannt am besten in der Natur

ElitePartner.at befragte 451 Singles in Österreich im Rahmen einer bevölkerungsrepräsentativen Studie nach ihren Strategien für den mentalen Ausgleich. Das Ergebnis: 58 Prozent der Singles schöpfen Kraft, indem sie in die Natur gehen. Für rund die Hälfte (49%) fördert Musikhören oder auch -machen das Seelenwohl, fast ebenso viele entspannen beim Fernsehen (46%).

Vier von zehn Singles finden Ausgleich in ihren Hobbies (44%) oder aber beim Lesen (40%). Drei von zehn Befragten (32%) erholen sich beim Sport oder auch Kochen und Backen (30%). Doch auch tierische Begleiter tun gut: So verbringt mehr als ein Viertel der Singles (27%) aktuell mehr Zeit mit den Haustieren.

Frauen gelingt es besser, Kraft zu schöpfen

Die Ergebnisse der Studie zeigen, dass Frauen im Gegensatz zu Männern viele unterschiedliche Methoden für den achtsamen Umgang mit sich selbst haben: So tanken sie häufiger Kraft, indem sie etwa in die Natur gehen (Frauen 66% vs. Männer 48%), geben öfter an, zu lesen oder zur Entspannung fernzusehen. Auch geben 37 Prozent der Frauen an, dass ihnen ihr Haustier Kraft spendet, bei den Männern sind es halb so viele (16%).

Ebenso entspannen Frauen häufiger mit einer Massage oder einem Bad (Frauen 35% vs. Männer 15%). Männer wiederum holen sich ihren mentalen Ausgleich eher beim Sport (Männer 38% vs. Frauen 28%) oder auch bei Trainings zum Aufbau der Stressresistenz (Männer 14% vs. Frauen 9%).

"Männer pflegen im Vergleich zu Frauen oftmals körperlichere Methoden für den mentalen Ausgleich, spüren sich beim sportlichen Ausagieren und ziehen daraus Kraft. Frauen hingegen finden stärker innere Balance bei Aktivitäten, die mehr nach innen gekehrt sind. So schöpfen sie vor allem aus bewusst erlebten, entspannend wirkenden Aufenthalten in der Natur, aber auch aus Alltagssituationen wie Kochen und Lesen Kraft," erklärt Lisa Fischbach, Psychologin und Forschungsleiterin bei ElitePartner.at.

Die bevorzugten Entspannungs-Aktivitäten unterscheiden sich auch je nach Alter: Während Musikmachen oder -hören vor allem für Singles zwischen 18-29 Jahren (61%) und 30-39 Jahren (53%) entspannend ist, steht für die Über-40-Jährigen "in die Natur gehen" an erster Stelle (40-49 Jahre: 62%; 50-59 Jahre: 70%; 60-69-Jährige: 68 %).

Du würdest gerne mehr für deine mentale Gesudheit tun, weißt aber nicht recht, wie? Wir haben hier ein paar Tipps für dich.

 

Aktuell