Selena Gomez startet Mental Health-Plattform

Die Sängerin und Schauspielerin geht bereits seit Jahren offen mit eigenen Mental Health-Problemen um. Jetzt will sie andere dabei unterstützen, Hilfe zu bekommen und das Stigma gegenüber mentalen Erkrankungen abbauen.

Selena Gomez startet Mental Health-Plattform

Über belastende Gedanken und mentale Erkrankungen zu sprechen, ist für viele nicht leicht. Kein Wunder, lange wurden psychische Erkrankungen in unserer Gesellschaft tabuisiert - "über so etwas redet man nicht" heißt es leider auch heute noch oft. Das macht die Situation für Betroffene in der Regel nur noch schlimmer. Man fühlt sich mit seinen Ängsten und Sorgen alleine und holt sich seltener Hilfe.

Auch Sängerin und Schauspielerin Selena Gomez lebt bereits seit einigen Jahren mit Mental Health-Belastungen. Seit sie 2014 mit Lupus diagnostiziert worden ist, sei sie laut eigener Angaben immer wieder aufgrund ihrer Anxiety, Panikattacken und Depressionen in Behandlung gewesen.

Im Jahr 2020 sprach Gomez in der Instagram-Live-Serie Bright Minded von Miley Cyrus auch über ihre bipolare Störung. "Nachdem ich jahrelang eine Menge Dinge durchgemacht habe, wurde mir klar, dass ich bipolar bin", sagte sie. "Als ich mehr und mehr Informationen erfuhr, half mir das. Je mehr ich über die Erkrankung weiß, desto weniger Angst habe ich."

Gomez sei es wichtig, das Stigma gegenüber mentalen Erkrankungen abzubauen und den Menschen zu zeigen: Ihr seid nicht allein. Mithilfe einer eigenen Mental Health-Plattform soll das nun noch leichter gehen.

Neue Plattform "Wondermind"

Die Plattform, die Gomez gemeinsam mit ihrer Mutter Mandy Teefey startet, nennt sich Wondermind und soll Anfang 2022 launchen. Auf Nutzer*innen warten regelmäßige Newsletter, Journals, Mental Health-Übungen für den Alltag sowie ein wöchentlicher Podcast.

Dieser soll Gespräche mit Therapeut*innen, Politiker*innen, Sportler*innen, Schauspieler*innen und Vielen mehr enthalten: Im Grunde genommen mit jedem*r, der*die bereits Erfahrungen mit Mental Health-Problemen gemacht hat und seine*ihre Geschichte offen und ehrlich erzählen möchte. Zu wissen, dass andere Menschen - auch viele erfolgreiche - täglich mit Herausforderungen zu kämpfen haben, ist inspirierend - und eröffnet einen Dialog, sodass sich Zuhörer*innen weniger allein fühlen.

Der Content auf Wondermind wird in Zusammenarbeit mit Newsette, einer Gruppe lizensierter Therapeut*innen bereitgestellt, wobei Rücksicht auf diverse Genderidentitäten und Backgrounds genommen wird.

Diskussion über Mental Health-Themen ausweiten

"Jeder hat eine individuelle Mental Health-Reise. Tun wir so als hätten wir die Probleme nicht, sind sie nicht weniger real", so Gomez in einer Aussendung zur neuen Plattform. "Wir möchten die Diskussion rund um mentale Gesundheit ausweiten, da das Thema durch die Pandemie für noch mehr Menschen relevant geworden ist". Tatsächlich haben Angstzustände und Depressionen im Zuge der Coronapandemie um rund 25 Prozent zugenommen wie eine US-Studie zeigt.

 

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