Selbstversuch: Um Geld zu sparen, habe ich zum ersten Mal eine Menstruationstasse benutzt und…

…werde mir nie wieder Periodenartikel aus der Hölle einführen. Ja, Tampons, I’m looking at you!

Frau hält leere, weiße Menstruationstasse in den den Händen.

Kennt ihr das? Wenn eine Freundin euch erzählt, dass sie etwas Neues probiert hat und das ihr ganzes Leben verändert hat? Blablabla! So nervig, oder? Niemand hat nach der unbezahlten Werbung gefragt und meistens bleibt die Wunderwirkung von irgendwelchen Beauty-Produkten sowieso aus! But let me tell you: Diese Freundin bin ich! Ich habe nämlich zum ersten Mal in meinem Leben eine Menstruationstasse von SELENACARE benutzt und I kid you not: Sie hat mein komplettes Leben verändert! Die anfänglichen Berührungsängste mit meiner eigenen Blutung, möglichen Gerüchen oder Schmerzen haben sich nicht bestätigt. Ganz im Gegenteil!

Klar, hier und da gibt’s Dinge, die berücksichtigt werden müssen, damit alles klappt. Zum Beispiel die richtige Taktik zum Einführen (und rausholen!!!) der Menstruationstasse oder die Frage, wie lange du den Cup drinnen lassen kannst. Aber lass mich, deine neue Freundin, dir meine Perioden-Journey erzählen und dich vielleicht davon überzeugen Menstruationstassen zu benutzen, statt Binden und anderen Periodenartikeln aus der Hölle (*hust* Tampons *hust*). Ich verspreche dir, die Tasse bleibt auch nicht stecken!

Keine Vorfreude

Ich habe ehrlich gesagt schon länger kein Tampon benutzt. Die 50-er Packung, die ich mittlerweile vor zwei Jahren gekauft habe, vergammelt langsam, aber sicher in meinem Badezimmerschrank. Let me know, falls Tampons ablaufen können!!Damals bin ich von Tampons auf Binden umgestiegen, weil meine Regelbeschwerden unerträglich waren, wenn ich die Periodenartikel drinnen hatte. Mit Binden war ich zufrieden, bis mir aufgefallen ist, wie viel Müll ich mit Hygieneartikeln eigentlich produziere. Und wie viel Geld mich das kostet!

Ich hatte also die Chance eine Menstruationstasse zu probieren. Meine Sorgen? Verstärkte Schmerzen durch den Cup. Unfälle beim Ausleeren der Tasse und honestly komische Gerüche. Auch die Frage, ob die Menstruationstasse stecken bleiben kann, hat mich beschäftigt. Fehlanzeige! Keine meiner Sorgen hat sich bestätigt.

Let’s get started

Ich habe den Silikon-Cup in der Größe M probiert. Beim Auspacken war mein erster Gedanke: Die Tasse ist doch viel zu klein, um mein ganzes Blut aufzufangen! Gleichzeitig hat sie aber zum Einführen einfach zu groß ausgesehen. Augen zu und durch! Natürlich nicht im wahrsten Sinne des Wortes: Denn zum Glück war bei der Menstruationstasse eine Anleitung dabei, die bildlich erklärt, wie der Cup eingeführt werden kann. Außerdem gibt es viele YouTube Videos vom Infoportal Erdbeerwoche, die man sich zur Erklärung ansehen kann. Hab' ich auch gemacht!

Dann habe ich Hände gewaschen, die Menstruationstasse gekocht, nochmal Hände gewaschen, die Tasse in C-Form gepackt (alles andere erschien mir hoch komplex) und eingeführt! Noch bissi mit dem Beckenbodenmuskel hochgezogen et voilà. Der Cup war drinnen und ich war schockiert!

Easy Alltag mit Menstruationstasse?

Im Positiven natürlich! Ich habe die Menstruationstasse beim Sitzen gar nicht und beim Gehen nur leicht gespürt. Und das auch nur, wenn ich mich auf die Tasse konzentriert habe. Bis zu acht Stunden konnte ich den Cup drinnen lassen, ohne dass Blut ausläuft! Es war auch überraschend wenig Blut in der Tasse. Fun Fact: Während einer normal starken Regelblutung verlieren Frauen nämlich insgesamt nur ca. eineinhalb Schnapsgläser Blut.

Und ich konnte mich echt frei bewegen. Auch von Schmerzen war keine Spur! Ok, ok! Ich geb's zu. Ich hatte trotzdem Regelschmerzen. Meine Beschwerden wurden aber durch die Tasse nicht verstärkt. Außerdem: Ich musste nur einmal weniger als 20 € ausgeben! So einfach war Schluss mit der Panik, ob ich am Ende des Monats eh genug Geld am Konto und genug Binden zuhause hatte. Zwei Probleme weniger!

Stimmt schon, dass Silikon schwer abbaubar ist und so keine ideale Lösung für die Umwelt gefunden ist. Trotzdem habe ich viel weniger Müll produziert. Auch beim Schlafen habe ich die Tasse drinnen gelassen. Zur Sicherheit habe ich aber eine Menstruationsunterwäsche getragen. Ihr wisst schon – Trust Issues und so. Die Menstruationstasse einmal gründlich ausleeren, waschen und schlafen gehen! Das Ausleeren geht ganz easy auf der Toilette oder in der Dusche! Aber Moment! Wie klappt das, wenn man unterwegs ist?! Jetzt wird's tricky.

Praktisch? Not so much!

Wenn man unterwegs ist, kann es mit der Menstruationstasse schon unangenehm werden. Weil was machst du, wenn du auf einem WC ohne Waschbecken bist? Hände waschen und Cup reinigen, geht dann einfach nicht! Ob das hygienisch ist? Not really! Außerdem kann es gerade bei Anfänger*innen passieren, dass du beim Rausziehen Blutflecken im ganzen Badezimmer hinterlässt. Und ja, ich spreche aus Erfahrung!

Aber all in all bin ich sehr zufrieden mit meiner Menstruationstasse. Von 5 möglichen Punkten würde ich ihr 4 geben. Denn ehrlich gesagt habe ich mich lowkey schon auf den nächsten Monat gefreut – also die Regel. Can you imagine? Einfach um nochmal die Tasse benutzen zu dürfen und zu sehen, ob’s diesmal auf öffentlichen Toiletten besser klappt! Na, überzeugt?

 

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