Seine und gesehen: Das perfekte Wochenende in Paris

Paris ist die meistbesuchte Stadt der Welt und hat einen Ruf voller Romantik, gilt aber auch als teures Pflaster. Doch wer glaubt, dass man in der Seine-Metropole nur sündhaft teuer shoppen kann, der irrt sich. Wir kennen die besten Shoppingtipps!

Es gibt in Paris nichts, was es nicht gibt. Die 2,1 Millionen große Stadt ist ein Alleskönner in Sachen Schönheit, Stil und Shops und Heimat der Haute Couture, doch davon darf man sich nicht einschüchtern lassen. Im Gegenteil: Vielmehr sollte man le lèche-vitrine, den Schaufensterbummel, vor hochpreisigen Designerläden zelebrieren und dann in den günstigeren Shops zuschlagen.

Paris, Eiffelturm

Einige davon findet man im Stadtviertel Le Marais. In der Rue Vieille-du-Temple und kleinen Seitengassen reihen sich Boutiquen und Bistros aneinander, von Mode und Accessoires über Schokolade bis hin zu Käse gibt es fast alles.

  • Die Klamotten bei Shine (15 Rue de Poitou, 75003 Paris) sind hübsch, aber nicht so günstig, doch ein Besuch lohnt sich wegen des Ambientes: Der holzgetäfelte Laden war früher eine Apotheke und ist eine Augenweide.

  • Bei Sandro (61 Rue de Turenne, 75003 Paris) gibt es Kleider und Tops, die einfach geschnitten, aber immer mit einem herausstechen-den Element versehen sind.

  • Modeschmuck und Accessoires entdeckt man bei Amour en Cage (42 Rue Vieille-du-Temple, 75004 Paris). Der Laden ist klein, hat aber tolle Stücke für kleines Geld.

  • Und wenn man schon in der Gegend ist, sollte man bei Berthillon (31 Rue Saint-Louis-en-Ile, 75004 Paris) vorbeischauen. Hier gibt's das beste Eis der Stadt.
Shoppen in Paris

Schnäppchen jagen

  • Wer gerne auf Flohmärkten stöbert, sollte zum Marché aux Puces de Montreuil (Avenue de la Porte de Montreuil, 75020 Paris) schauen.

  • Auf dem Marché aux Puces de la Porte de Vanves (Avenue Georges Lafenestre & Avenue Marc Sangnier, 75014 Paris) gibt‘s Second-Hand-Klamotten ebenso wie Schmuck oder Möbel.
  • Fans von kleinen Märkten sollten morgens beim Marché Monge (77 Rue Monge, 75005 Paris) vorbeischauen. Der Markt ist zwar klein, hat aber eine süße, dörfliche Atmosphäre.

  • Unbedingt die Rue Mouffetard entlangschlendern und am Place Contrescarpe eine Pause machen: Zwischen kleinen Lokalen und Läden sitzt man in französischem Ambiente und kann echt günstig in den Tag starten, zum Beispiel im Café des Arts (3 Place de la Contrescarpe, 75005 Paris). Hier kostet das Frühstück, bestehend aus Kaffee, Orangensaft, Croissant, Baguette, Butter und Marmelade, tatsächlich nur € 7,50 (in Hotels zahlt man locker das Doppelte!). So eine Stärkung braucht man vor allem dann, wenn man in einem der Vintageläden auf Schnäppchenjagd gehen will ...

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Paris Seine-Ufer
Montmartre, Sacré-Cœur

Anreise:
Zum Beispiel im Mai von Wien direkt nach Paris, mit Air Berlin ab ca. € 225.


Der Tipp fürs kleine Budget:
Die Jugendherbergen Mije haben eine super Lage, einen guten Preis, aber schlichte Ausstattung (deshalb
Handtücher mitbringen). EZ ab € 45, mije.com.

Vintage-Träume

  • Bei Didier Ludot (24 Galerie Montpensier, 75001 Paris) findet man Vintagestücke von Luxuslabels, zum Beispiel die berühmten Koffer von Louis Vuitton.

  • Catherine B (1 et 3 Rue Guisarde, St Germain des Près, Paris 75006) hat sich indes auf Hermès spezialisiert.

  • Vintage Paris (97 Rue Vieille-du-Temple, Paris 75003) setzt auch auf Luxus - und verkauft unter anderem Vintagemodelle von Chanel.

  • Am ehesten ein Schnäppchen macht man im Laden von Gabrielle Geppert (31 et 34 Jardins Du Palais Royal, 75001 Paris): Hier findet man vorwiegend Accessoires - und mit ein bisschen Glück ist ein Hermès-Schal unter € 100 dabei.

  • Wer Zeit hat und gerne stöbert, schaut bei Mouton à Cinq Pattes (8 Rue Saint-Placide, 75006 Paris) vorbei. Der Lagerverkauf, der auf Deutsch „Schaf mit fünf Beinen" heißt, wirkt auf den ersten Blick unspektakulär, doch wer wühlt, kann wahre Unikate finden. Blusen von Schumacher hängen neben Kleidern von Jean Paul Gaultier, und in einem unscheinbaren Bastkorb liegen Sandaletten von Dolce & Gabbana - für € 70!

  • Falls das Wetter nicht mitmacht, lohnt sich ein Abstecher zum Forum des Halles (101 Rue Berger, 75001 Paris). Wo einst der Großmarkt für Lebensmittel war, steht seit den 70er-Jahren ein hässliches, aber zweckmäßiges Shoppingzentrum. Auf vier Etagen findet man die neuesten Trends.
    Tipp: In der 3. Etage gibt's im Schuhladen André die ausgefallensten Modelle, bei New Look setzt man auf Streetstyle aus London - und man kann man sich für wenig Geld komplett einkleiden.

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Luxus pur

Wer eine Pause machen will abseits der Pariser Sehenswürdigkeiten, sollte über die Seine-Inseln
spazieren. Klar, Notre-Dame ist voller Touristen, aber die Insel Saint-Louis ist einer der besten Picknickplätze: unten am Seine-Ufer, mit Blick auf den Chor von der Kathedrale.

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Picknicken lohnt sich generell: Da das Essen in Restaurants oft teuer ist, zahlt es sich aus, in einem der Supermärkte einzukaufen und in einem Park zu essen. Zum Beispiel am Canal Saint-Martin. Der ist am Sonntag autofrei und ein Naherholungsgebiet für Pariser.

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Frisch gestärkt geht's dann rauf ins Künstlerviertel Montmartre. Hier sind bequeme Schuhe wichtig, denn es geht steile Stiegen hinauf und herab. Oben angekommen am Sacré-Cœur, hat man einen herrlichen Blick auf die Stadt, aber natürlich auch Massen von Touristen. Deshalb weiter zum westlichen Teil des Hügels, der an ein romantisches Windmühlendorf erinnert, das es im 19. Jahrhundert war.

Nach so viel Idylle geht's ins Zentrum, zum ersten Arrondissement. In der Rue du Faubourg Saint-Honoré sind alle namhaften Häuser - Chanel, Dior, Gucci, Hermès, Versace -, doch es geht auch anders.

  • Bei Maje (267 Rue Saint-Honoré, 75001 Paris) gibt's tolle geraffte Kleider.

  • Colette (213 Rue Saint-Honoré, 75001 Paris) hat alles, was Trend ist und gilt als absoluter In-Shop.

  • Bei Onward (147 Bd. Saint-Germain, 75001 Paris) entdeckt man indes eine große Auswahl an Hüten, Taschen, Schuhen und Schmuck.

    Übrigens: Für Schnäppchenjäger interessant sind sogenannte Degriffé-Angebote: Das sind reduzierte Teile der vergangenen Saison, aus der meist die Firmenetiketten herausgeschnitten wurden, die aber bis zu 40 Prozent unter dem Normalpreis liegen. Eine Reihe solcher Läden gibt es in der Rue D‘Alésia.

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Futtern & feiern

  • Feinspitze schauen bei der Crèmerie Barthélemy (51 Rue de Grenelle, 75007 Paris), einem der besten Käseläden.

  • Ladurée (16, Rue Royale, 75008 Paris) ist eine legendäre Pâtisserie mit Nostalgie-Flair.

  • Kleinigkeiten futtert man im Juvéniles (47 Rue de Richelieu, 75001 Paris).

  • Im Öko-Café Sésame (51, Quai de Valmy, 75010 Paris) genießt man dafür nachhaltiges Essen.

  • Abendessen kann man im Les Dingues (17 Rue de Rambouillet, 75012 Paris), denn kaum ein Tourist verirrt sich hierher, und Menüs gibt es ab € 15,-.

  • Oder man schaut ins Chez Germaine (30 Rue Pierre Leroux, 75007 Paris), eines der wenigen Restaurants in Paris, in denen die Abendpreise nicht höher sind als zu Mittag.

  • Zum Relaxen geht's dann in die Bar Ourcq (68, Quai de la Loire, 75019 Paris), hier warten Bier, Boulekugeln und ein Blick auf den Kanal.

  • Im Club Queen (102, Avenue des Champs-Elysées, 75008 Paris) wird bei € 15 bis € 20 Eintritt getanzt, dafür gibt es umsonst Salate, manchmal auch Pizza und Kuchen. Und: Der Champagner ist bis 21 Uhr umsonst!

  • Auch cool: Le Trésor (7 Rue du Trésor, 75004 Paris), die Hochburg von Electro- und House-Musik. Lustig: In den Klokästen schwimmen Fische! Und wenn man dann ausgefeiert hat, zieht man am nächsten Tag erneut los zum Shopping oder le lèche-vitrine ...

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