Seestadtgarten

Seit 2011 hegt und pflegt eine wachsende Gruppe von Erwachsenen und Kindern ein Stück Land in aspern Seestadt. In diversen Gartensprechstunden stehen Themen wie Wildkräuter oder „Community Supported Agriculture“ zur Diskussion.

Es ist ein buntes Grüppchen, das seit Frühling 2011
regelmäßig zur alten Rollbahn in aspern Seestadt pilgert, um im Seestadtgarten nach dem Rechten zu sehen, auszusäen, Unkraut zu jäten und frisches selbst gezogenes Gemüse zu ernten.

Die Gesamtleitung des Projektes sowie die Organisation der „Gartensprechstunden" liegen in Händen von Yara Dominguez und David Stanzel vom Verein Gartenpolylog. Gemeinsam mit PUBLIK, dem Kommunikationsprogramm von aspern Seestadt bemühen sie sich um die Seestädter GärtnerInnencommunity, darunter auch eine regelmäßig gärtnernde Schulklasse, und nehmen sich im Herbst 2013 des Themas „Community Supported Agriculture" an.

Kooperation für Lebensmittelqualität

Cummunity Supported Agriculture zielt auf eine solidarische Form landwirtschaftlicher Produktion sowie alternative Vermarktungskonzepte ab. Elementare Bestandteile dieses Wirtschaftssystems sind die garantierte Abnahme der produzierten Lebensmittel bzw. die gesicherte Kostendeckung der Landwirte sowie eine Vergütung ihrer Tätigkeiten. Cummunity Supported Agriculture funktioniert im urbanen Raum, am Stadtrand sowie auch außerhalb städtischer Gebiete.

Wesentliche Merkmale von CSA sind:

  • Verträge zwischen ProduzentInnen und KonsumentInnen
  • Partizipationsmöglichkeit der KonsumentInnen
  • biologische Bewirtschaftung und hohe Qualität der produzierten Lebensmittel
  • Unterstützung der regionalen Landwirtschaft
  • Förderung von Wissen und neuen Bekanntschaften

Zu Beginn des Jahres erklären sich die Konsumenten bereit eine gewisse Menge an Lebensmitteln abzunehmen. Die Produzenten wissen somit, wie viel sie produzieren sollen. Die Bezahlung passiert meist durch eine Vorfinanzierung zu Jahresbeginn oder in Raten. Die Produktionskosten werden geschätzt und unter den
Mitgliedern der Kooperativen aufgeteilt. Die Landwirte können ihre Produktion direkt auf den Bedarf der Verbraucher abstimmen, es kommt zu keiner Überproduktion. Das unternehmerische Risiko wird gemeinschaftlich verteilt, die finanzielle Sicherheit lässt eine gewissenhaftere, sorgfältigere Planung und Produktion zu.

„Urban Gardening im Seestadtgarten ist ein Projekt im Rahmen von PUBLIK und fokussiert Grundwerte von aspern Seestadt:
zum einen die Involvierung unterschiedlicher Dialoggruppen – Kinder und Erwachsene, Eingesessene und MigrantInnen, AnrainerInnen und künftige BewohnerInnen der Seestadt.

Zum anderen geht es um die Themen Ernährungssicherheit, Ernährungsqualität und nachhaltige Produktion von Lebensmitteln.

PUBLIK nimmt hier eine exemplarische Pionierposition für die künftigen BewohnerInnen der Seestadt ein und knüpft an internationale Trends gemeinschaftlicher Lebensorganisation an.
 

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