Sechs Dinge, die ihr vom Toiletten-Besuch garantiert noch nicht wusstet

Warum ihr nie die öffentliche Toilette in der Mitte nehmen sollten, am Türgriff keine Bakterien lauern und ein Dusch-WC ganz ohne Klopapier auskommt.

Am 19. November ist Welttoilettentag. Nicht gewusst? Grund genug, um gleich eine ganze Sammlung an Fakten rund um das stille Örtchen auf den Tisch zu hauen, von denen ihr noch nie gehört habt.

1. Wir sitzen drei Jahre auf dem Klo

Wie die Zahlen aus unseren Breitengraden zeigen, ist der Gang auf die Toilette keineswegs eine beiläufige Erscheinung. Die deutsche Autorin Doris Preißler schreibt in ihrem Buch "Schreckliches Wissen", dass wir durchschnittlich drei Jahre unseres kostbaren Lebens auf dem Klo verbringen. Übrigens: Dabei verbrauchen wir pro Jahr 20.000 Blatt Toilettenpapier.

2. Nicht jede Toilette braucht Klopapier

Es braucht allerdings nicht immer solche Mengen. So stellt Sanitär-Profi Geberit mit AquaClean Mera eine Toilette zur Verfügung bei der es möglich ist, den Po mittels Duschtechnologie zu reinigen - selbstredend mit warmen Wasser. Dass das Dusch-WC namens Mera mit Sitz-Heizung, Geruchsabsaugung, unterschiedlichen Druckstufen der Dusche, Deckel-Automatik, Orientierungslichtern in mehreren Farben und sogar einem Warmluftföhn angeliefert wird, zeigt wie fortschrittlich Toiletten von Herstellern mit der nötigen Expertise mittlerweile arbeiten. Da verwundet es auch nicht, dass Geberit diese Toiletten mit Fernbedienung ausliefert.

3. Wir sind unterschiedliche Papier-Typen

Wer jetzt glaubt, dass man über die Jahresstatistik des verwendeten Papiers bereits weit genug in die heimischen Toiletten geblickt haben, der irrt - es geht noch weiter. So gibt es etwa gleich mehrere Gruppen von Toilettenpapier-Nutzern. Da wäre der "Falter" - wie der Name schon sagt faltet er das Toilettenpapier. 64,7 Prozent der Österreicher sind laut einer in einem APA-Bericht veröffentlichten Umfrage solche Origami-Künstler auf dem Klo. Dazwischen liegen die Gruppen "Knüller" und "Roller" - sie rollen das Papier um die Hand. Beruhigend: Nur 2,5 Prozent der Männer sind "Minimalisten", die versuchen mit nur einem Blatt auszukommen. 0,1 Prozent versucht es - warum auch immer - ganz ohne Toilettenpapier. In Sachen "Ist-mir-wurscht"-Faktor liegen die Männer statistisch vor Frauen.

4. Nimm die Toilette neben dem Eingang

Wir kennen diese Situation alle: Wir stehen vor einer Wand bestehend aus Toilettentüren, doch für welche entscheiden wir uns? Die Biologen der Universität von Arizona fanden bereits 2012 heraus: Unsere Entscheidung ist meistens falsch. Denn kaum jemand entscheidet sich für die Toilette neben dem Eingang, dabei ist diese Kabine tatsächlich die sauberste, im Gegensatz zur goldenen Mitte: Weil wir denken, dass in der Mitte am wenigsten los ist, wird diese Toilette am häufigsten angesteuert.

5. Die Keime verstecken sich nicht auf dem Klo

In deinem Handy! Wie man an der Uni von Arizona ebenfalls erforschte, befinden sich an unseren Handys zehn Mal (!) mehr Bakterien, als auf den meisten Toilettensitzen. "Wann haben sie das letzte Mal ihr Handy geputzt?" fragt Mikrobiologe Charles Gerba. Der Grund: Die Toilette wird durch die von uns hergestellte Verbindung zu Kaimen viel bewusster gereinigt, während Dinge wie Handy oder Fernbedienungen oft nicht so regelmäßig geputzt werden. Außerdem: In öffentlichen Toiletten verstecken sich die meisten Keime am Türrahmen und nicht am Griff, da man davon ausgeht, dass alle den Türgriff benutzen und so zum Rahmen greifen. Verrückte Welt!

6. Du kannst zu deiner Toilette ruhig John sagen

Dass wir überhaupt auf eine Toilette zurückgreifen können, haben wir Sir John Harington zu verdanken. Er erfand im Jahr 1596 das Wasserklosett. Dass die Toilette an manchen Stellen dieser Erde "John" genannt wird, soll auf ihn zurückzuführen sein.

 

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