Schwules Pinguinpaar verzückt Hamburg

Stan und Olli wollten nur mit einander balzen. Im Hamburger Tierpark Hagenbeck haben sie ein Happy End gefunden.

Das schwule Königspinguinpaar Stan und Olli begeistert gerade Hamburg! Die beiden schwulen Königspinguine waren ursprünglich Mitglieder des Europäischen Erhaltungsprogrammes (EEP)in Berlin. Dort hätten sie neue Baby-Königspenguine machen sollen um das Bestehen der Art zu sichern. Allerdings haben sie sich ihrer Aufgabe dort konsequent entzogen: "Die sind schwul, soweit wir wissen", erzählt Christiane Reiss, Sprecherin des Berliner Zoos. "Die haben nie gebrütet, und wenn es an die Balz ging, haben die beiden nur miteinander gebalzt."

"Sie wollten nur miteinander balzen"

Das Paar wurde nun in den Hamburger Tiergarten Hagenbeck überführt, wo sie friedlich leben können. Allerdings werden sie wohl auch einen neuen Namen bekommen: "Wir nennen sie jetzt erstmal Kalle und Grobi", sagt Pinguin-Pfleger Dave Nelde. In Hagenbeck gibt es nur Pinguin-Männchen, nebenan leben die Humboldt-Pinguine Juan und Carlos in Höhle 15 ebenfalls als Paar. Sie haben auch schon mal ein Gips-Ei bebrütet.

Symbol für Gleichberechtigung

Kalle und Grobi sind damit an der Spitze des Kampfes für die Gleichstellung von Homosexuellen in Deutschland, wo Ehe zwischen gleichgeschlechtlichen Paaren nach wie vor verboten ist, und Homosexuelle sehr limitierte Adoptionsrechte haben.

Babymädchen für schwules Pinguinpaar

International sind schon einiges gleichgeschlechtliche Pinguinpaare bekannt: Roy und Silo etwa aus dem New Yorker Zoo haben sogar ein fremdes Ei ausgebrütet, woraufhin sie die kleine Tango adoptierten. Die Geschichte ist Vorbild für das Kinderbuch "Zwei Papas für Tango". Nach ein paar Jahren verließ Silo allerdings Roy (wie bei Pinguin-Paaren üblich) für die Pinguin-Dame Scrappy.

In Irland wurde das lesbische Pärchen Penelope und Missy bekannt.

 

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