Schwiegermonster

13 Things I Hate about You. Die Mutter aller Konflikte ist SEINE Mutter. SIE vereint alle sieben Todsünden auf einmal und macht Ihnen das Leben zur Hölle? Hier ein paar praktische Tipps von den Profis, wie Sie sich wehren können ohne gleich kriminell zu werden ...

"Es gibt für Sie nur zwei Möglichkeiten wie Sie sie für immer loswerden können", flüstert der Psychiater meines Vertrauens und reicht mir ein Taschentuch "entweder Sie trennen sich von Ihrem Mann oder ... Sie bringen seine Mutter um!"

Glänzende Idee! Mein Giftschrank ist gefüllt, die Axt scharf und mein Hexeneinmaleins kann ich bereits auswendig. Aber muss der Doc immer gleich so dramatisieren? Außerdem: Sehe ich so aus, als würde ich meinen geliebten Mann kampflos zurücklassen?

Hier ein paar SEHR nützliche und ERPROBTE Tipps wie Sie der bösen Schwiegermutter einen Dolch ins aufgequollene Mutterherz jagen und den alten Drachen erfolgreich in die Flucht schlagen OHNE gleich im Knast zu landen. Danken Sie uns später!

Szenario 1: Nachdem sie die Schreibtischladen durchwühlt hat, kontrolliert sie den Kontoauszug.
Lösung: Stilvolle Aktfotos von Ihnen und Ihrem Mann oben auf legen. Sollte ihr dabei das Wort „Privatsphäre" immer noch fremd sein und sie sich dennoch bis zu den Kontoauszügen vorwühlen, findet sie dort eine Abbuchung von Beate Uhse. Damit ist auch gleich der Schlachtplan für Szenario 6 im Kasten.

Szenario 2: Sie geht zu jeder Tages- und Nachtzeit aus und ein. Ob sie willkommen ist, ist ihr dabei egal.
Lösung: Eine Türkette hilft oft Wunder. Ein Schlosswechsel sowieso. Und eine peinlich laute Alarmanlage auch. Ob sie den Code wissen darf? „Im Sinne der Sicherheit lieber nicht, er ist ja schließlich geheim."

Szenario 3: Sie hat an allem etwas auszusetzen: „Die Bügelwäsche ist nicht faltenfrei, das Essen unzumutbar und der Haushalt lässt zu Wünschen übrig."
Lösung: Setzen Sie ihr doch einfach mal die Bügelwäsche samt allen hungrigen Mäulern vor ihre eigene Haustür. Dabei sollten Sie darauf achten, dass die lieben Kleinen mit ihren Schokoladefingern auch ja die reinweißen Gardinen ... äh, verschönern.

Szenario 4: Sie lässt abfällige Bemerkungen fallen.
Lösung: Lassen Sie Ihr geliebtes und teures Porzellangeschirr fallen. Ups ...

Szenario 5: Sie ignoriert uns.
Lösung: Sie deswegen auch ignorieren? Nicht unser Stil. Begrüßen Sie sie mit: „Darf ich mich vorstellen? Ich bin Ihre Schwiegertochter und die Mutter Ihrer Enkelkinder. Bereits seit zehn Jahren. Und wer sind Sie?"

Lesen Sie auf der nächsten Seite Szenario 6 - 13

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Polizeiberichten zufolge strangulierte Matsuyama Nobuko (48), Hausfrau und Mutter zweier Kinder, ihre Schwiegermutter Tsunako (78) mit einem Seil in der Küche. Die brutale Tat ereignete sich letzten Mittwoch in Tokio, Bezirk Toshima. Danach wickelte Nobuko den Leichnam in einen Plastiksack und verstaute diesen unter dem Küchenfußboden.

“Meine Schwiegermutter und ich sind NICHT besonders gut miteinander ausgekommen“, gestand Nobuko den Ermittlern “Sie hat mir das Leben im gemeinsamen Haushalt zur Hölle gemacht, mich ständig kritisiert. Ich musste sie töten, weil ich es einfach nicht länger ausgehalten habe“.
Quelle: Mainichi Shimbun, japanische Tageszeitung, vom 8. Juni 2002
Szenario 6: Sie durchwühlt Ihre Unterwäschelade.
Lösung: Was sie dort findet? Teure französische Dessous, Strapse von Beate Uhse, Gleitgel in zwei Geschmacksrichtungen. Und bei der Inspektion der Bettwäsche liegen dort Handschellen mit pinkem Plüsch für sie bereit.

Szenario 7: Sie kommt mit Sack und Pack und verkündet: „Ich wohne jetzt hier."
Lösung: „Dann wandern wir nach Amerika aus" sollte die schlagfertige Antwort sein. Da ein Transatlantikumzug aber gut überlegt sein sollte, bleibt nur eine Möglichkeit: Nämlich Sie mit ihren neuen Aufgaben vertraut zu machen: Wäsche bügeln, putzen (dabei aber bitte den Lurch unter dem Sofa nicht vergessen!) und die Fenster haben auch schon lange eine Reinigung verdient! Schließlich sind Sie eine vielbeschäftigte Frau, da kommt eine kostenlose Reinigungskraft gerade recht ... Und schließlich meint sie es ja nur gut mit Ihnen ...

Szenario 8: Sie spielt den sterbenden Schwan. Und wenn Sie bei ihr zu Hause ankommen, ist sie so fit wie ein Turnschuh.
Lösung: Keine Frage, Sohnemann hat viel zu tun. Deswegen ziehen Sie für ein paar Tage bei ihr ein - und sorgen dafür, dass sie auch schön im Bett bleibt. Denn wer krank ist, muss sich eben ausruhen...

Szenario 9: Sie übernimmt die Planung der Wohnräume und rückt die Möbel dorthin, wo es IHR gefällt.
Lösung: Eine Entrümpelung wird notwendig! Fangen Sie gleich mit Ihrer Schwiegermutter an.

Szenario 10: Sie mischt sich in die Erziehung Ihrer Kinder ein.
Lösung: Hier genehmigen Sie sich erst mal einen guten Schnaps, dann atmen Sie tief durch und lassen Sie lässig die Bemerkung fallen, dass sie bei der Erziehung ihres Sohnes völlig versagt hätte. Das wirkt Wunder!

Szenario 11: Sie ist selbstlos, höchst spendabel und macht das nur „ihren Kindern zuliebe". Dennoch fordert sie dafür Zeit, die Sie und Ihre Familie mit ihr verbringen sollen.
Lösung: Wer es sich leisten kann, sollte dann lieber gleich auf ihre „Nettigkeiten" inklusive kleiner und großer finanzieller Zuwendungen verzichten. Mit dem schönen Satz "Wir wollen deine Großzügigkeit NICHT ausnützen!" beleidigen Sie sie tödlich!

Szenario 12: Sie kommt mit auf Urlaub.
Lösung: Ob ihr ein actionreicher Urlaub wohl gefallen würde? Schließlich werden die Kinder ohne Aktivitäten nicht müde - und sie hätten die Oma beim Schabernack doch SO gern dabei...

Szenario 13: Geplant ist ein Abend zu zweit - und die Schwiegermutter lädt sich ein.
Lösung: Warum auf ein Candle Light Diner mit romantischem Gesäusel verzichten? Flüstern Sie ihm leise, aber so, dass sie es hören kann, ins Ohr was Sie jetzt alles mit ihm anstellen würden, wenn SIE nicht da wäre.

 

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