Schweißfüße, was tun?

Schweißfüße sind ein echtes Volksleiden. Bei einer höheren Absonderung von Schweiß entsteht ein unangenehmer Geruch, der von allen Beteiligten im wahrsten Sinne des Wortes mit einem Naserümpfen bemerkt wird. Wer zum Schweißfuß neigen, und was Sie effektiv dagegen tun können, verraten wir Ihnen hier.

Ursachen für Schweißgeruch?

Nicht nur im Sommer nach stundenlangem Sport kann es zu unangenehmen Gerüchen an den Fußsohlen bzw. in den Schuhen kommen. Krankhafte Schweißfüße bekommt man durch eine Überempfindlicheit des "Schweißzentrums" in der Hirnanhangsdrüse. Sobald dieses Zentrum sensibler und stärker auf Reize reagiert, kommt es zum unerwünschten Schwitzen und dem daraus resultierenden Schweißgeruch. Weiters kann eine übernormale Größe der Schweißdrüse eine Ursache für das feucht-stinkende Problem sein.

Je nach Ausprägung und Ursache, kann man Schweißfüße mit Medikamenten, Salben, Wasserbädern, Botox-Injektionen und Pflegeprodukten bekämpfen.

Generell gilt nämlich: egal um welche Ursache es sich handelt, den Schweißfuß bekämpft man am effektivsten und wirksamsten mit einem erhöhten Pflegeaufwand.

Allgemeine Bedingungen zur Fußhygiene, die, egal ob Schweißfuß oder nicht, unbedingt einzuhalten sind:

  • Füße täglich waschen und sorgfältig abtrocknen
  • Eincremen der Füße
  • regelmäßiges Schneiden und Reinigen der Zehennägel
  • Entfernen übermäßiger Hornhaut

Tipps gegen den unangenehm riechenden Fuß

  • Gehen Sie so oft wie nur möglich barfuß, denn je öfter und besser der Fuß belüftet ist, desto weniger Geruch kann sich bilden.
  • Offene Schuhe im Frühling und Sommer sind ideal, denn so bekommt die Haut viel Luft zum atmen.
  • Dass man täglich Socken und Strümpfe wechseln soll, versteht sich von selbt, aber auch das Wechseln und abwechselnde Tragen von Schuhen, sollte bedacht werden.
  • Bei geschlossenen Schuhen ist es ratsam auf atmungsaktives Materiel zu achten, wie beispielsweise Leder.
  • Finger weg von Plastikschuhen, denn die nehmen keinen Schweiß auf und sind geradezu prädestiniert dafür, unangenehme Gerüche entstehen zu lassen.
  • Desinfizieren Sie die Schuhe, um den Bakterien wenig Möglichkeit zu geben, im Schuh zu überleben. Am besten sprüht man einmal in der Woche die Schuhe mit Desinfektionsmittel ein.
  • Bei Socken greifen sie lieber zu dünnen Baumwollstoffen und auf keinen Fall zu Synthetiksocken.
  • Dünne Einlegesohlen aus Leder beispielsweise atmen und saugen den entstandenen Schweiß auf. (Diese Sohlen sollten ebenfalls regelmäßig, mittels Nasentest, gewechselt werden!)
  • Ein morgendliches Fußbad unterstützt Sie bei der Bekämpfung des unangenehmen Geruchs. Wichtig: die Füße gut abtrocknen und eventuell sogar föhnen. Außerdem auch die Zwischenräume der Zehen trocknen. Duftende Zusätze wie Salbei wirken positiv gegen Fußgerüche und sorgen zudem für ein frisches Gefühl.
Fußbad 1:
1 kg Eichenrinde in 5 Liter kaltes Wasser einrühren und zum Kochen bringen. Alles etwa 30 Minuten lang köcheln lassen und danach abseihen. In diesem Sud die Füße abends baden.

Fußbad 2:
Einen großen Esslöffel Senfmehl und zwei Esslöffel Kümmel in drei Litern Wasser kochen. Nach ein paar Minuten von der Platte stellen und auskühlen lassen. Danach die Füße darin etwa 15 Minuten lang einweichen und baden. Dieses Fußbad regelmäßig wiederholen.

Fußbad 3:
Ab und zu die Füße 5-10 Minuten in einer Salzlösung zu baden hilft ebenfalls gegen Schweißgeruch. Dafür vier Teelöffel Salz in zwei Gläsern Wasser auflösen. Dies wirkt außerdem zur Vorbeugung von Fußpilz.
 

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