Schwanger & sportlich

Sport ist für Schwangere eine perfekte Geburtsvorbereitung, hilft er doch Ausdauer für die Geburt zu bekommen, fit zu bleiben und auch später bei der Rückbildung. Doch aufgepasst, nicht jeder Sport ist für Schwangere geeignet!

Grundsätzlich ist in der Schwangerschaft Bewegung nicht nur erlaubt, sondern auch empfehlenswert. Wichtigste Voraussetzung ist natürlich die Gesundheit der Schwangeren, fühlen Sie sich also fit und munter, spricht nichts dagegen Sport zu machen. Aber natürlich dürfen Sie nicht jeden Sport ausüben wie vor der Schwangerschaft. Dafür gibt es eine goldene Regel:

Fragen Sie immer Ihren Arzt, ob und welche Sportarten für Sie geeignet sind. Und: Zusätzlich sollten Sie auf Ihre Intuition hören, meistens weiß man selbst wie viel Sport genug ist und welcher Ihnen gut tut.

Überanstrengungen sind unbedingt zu vermeiden: Die Herzfrequenz von 135 bis 140 Schlägen pro Minute darf nicht überschritten werden. Doch wenn man den Sport richtig ausübt, bringt er viele Vorteile für die Schwangerschaft, die Geburt und die Zeit danach.

Vorteile von Bewegung in der Schwangerschaft

  • Fördern Ausdauer, Kraft und begünstigen den Muskelaufbau
  • Bereitet werdende Mütter auf die Anstrengungen der Geburt vor
  • Rückenschmerzen, Verstopfung und Müdigkeit können durch Sport gelindert oder beseitigt werden
  • Hält man sich während der Schwangerschaft fit, fällt es oft leichter, das Gewicht nach der Schwangerschaft wieder abzunehmen
  • Hilft beim Einschlafen und Schlafen
  • Reduziert Stress und wirkt gegen Schwangerschaftsdepressionen
  • Fördert gutes Aussehen und Wohlbefinden

Geeignete Sportarten

  • Walken und Wandern
  • Schwimmen
  • Spazierengehen
  • Joggen (aber nicht zu viel und immer auf den Puls achten)
  • Golf
  • Yoga
  • Tanzen
  • (schonende) Gymnastik

Immer darauf achten: Sport in Maßen betreiben. Hierzu eventuell eine Light-Version der gewohnten Sportart wählen, zum Beispiel Walken statt Joggen. Außerdem sollten Sie sich nicht überanstrengen und bei Schmerzen sofort aufhören. Keine ruckartigen oder raschen Bewegungen dabei ausführen, Überhitzung vermeiden und für reichlich Energiezufuhr sorgen.

Ungeeignete Sportarten

Absolut zu vermeiden sind folgende Sportarten:

  • Tauchen
  • Kampfsport
  • Geräteturnen
  • Gewichtheben (auch bei Geräten wie Beinpresse, etc.)
  • Ballsportarten
  • Reiten
  • Skifahren
  • Alle anderen Sportarten, die Sie überanstrengen

Obwohl gewisse Sportarten kein Problem darstellen sollten, müssen Sie Ihren Arzt um Rat fragen, ob diese auch in Ihrem Fall geeignet sind. Denn jede Schwangerschaft ist anders und so variiert auch das empfohlene Bewegungslevel.

Sport in der Schwangerschaft ist immer mit Vorsicht zu genießen: Sie dürfen sich selbst und Ihr Kind nicht überanstrengen. Doch was Ihnen Spaß macht, erfreut auch Ihren Körper und somit Ihr Baby.

Denn: Es wurde kein Zusammenhang zwischen Bewegung in der Schwangerschaft und Auswirkungen auf das Baby festgestellt. Also haben Sie keine Angst davor, sich zu bewegen.
 

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