Schutz vor Zecken

Die Zeckenzeit beginnt und mit ihr die Angst sich mit FSME oder Borreliose zu infizieren. Im Vorjahr ist die Zahl der FSME-Erkrankungen deutlich gestiegen. Damit dies nicht geschieht, sollte man sich impfen lassen und in der freien Natur bzw. beim Herumtollen mit Tieren aufpassen.

FSME wird durch den Stich einer infizierten Zecke auf den Menschen übertragen. Schon bei einem Spaziergang im Park, beim Joggen, Streicheln des Hundes, Fahrrad fahren oder Fußball spielen kann eine Zecke vom Grashalm abgestreift werden.

Etwa ein Drittel der Patienten zeigt nach durchgemachter Erkrankung anhaltende neurologische Folgeschäden. Diese reichen von andauernden Kopfschmerzen über Sprachstörungen bis hin zu Lähmungen oder auch dem Tod.
von Dr. Rudolf Schmitzberger

Weiters betont Dr. Schmitzberger, dass nur die rechtzeitige und regelmäßige Impfung zu fast 100 % schützt.

Wenn die FSME einmal ausgebrochen ist, kann man auf medizinischer Sicht nur mehr relativ wenig dagegen tun.

FSME Impfstoff einfach und kostengünstig zu erwerben

Der FSME-Impfstoff kostet in Apotheken für Erwachsene im Aktionszeitraum 29,50 €, der für Kinder nur 24,50 €. Darüberhinaus gewähren fast alle Krankenkassen einen ganzjährigen Kostenzuschuss, der direkt in der Apotheke vom Aktionspreis abgezogen wird.

Die Grundimmunisierung lautet folgendermaßen:

  • die 1. Impfung möglichst noch vor der warmen Jahreszeit
  • die 2. Impfung sollte einen Monat danach erfolgen
  • die 3. Impfung ein Jahr darauf
  • eine Auffrischungsimpfung ist erst nach 3 beziehungsweise fünf Jahren notwendig

Außerdem weißen Ärzten und Apotheker darauf hin, dass eine regelmäßige Impfung die einzige und eine äußerst effektive Möglichkeit ist, sich vor einer FSME Erkrankung zu schützen.

Was ist FSME? Was ist Borreliose? Lesen Sie mehr auf Seite 2!

In 50% - 80% aller Fälle zeigt sich die Infektion durch einen roten Fleck auf der Haut, der sogenannten "Wanderröte".
Diese Hautreaktion ist, nach Expertenmeinung, ein sicherer Hinweis auf eine Borreliose. Daher sollte man in diesem Fall so rasch wie möglich mit einer Therapie beginnen.
Im Gegensatz zur virusbedingten FSME kann die bakterielle Infektion der Borreliose mittels Antibiotika behandelt werden.
Merkmale der Borrelioseinfektion:
Anschwellen der Lymphknoten
grippeartige Symptome
Schwellung der großen Gelenke

Was ist FSME?

Die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) wird von Zecken übertragen und ist eine Viruserkrankung, die zur Entzündung des Gehirns, der Hirnhäute und des Zentralnervensystems führt.

Die Symptome der FSME können einer Grippe ähnlich sein, wie z.B. Gliederschmerzen, Fieber und Nackensteife.

Allerdings kann diese Erkrankung auch bleibende Dauerschäden, wie Lähmungen oder lang andauernder Rekonvaleszenz verursachen, oder im schlimmsten Fall sogar tödlich enden.

Gegen die ausgebrochene Erkrankung gibt es keine spezifische Heilbehandlung. Es können nur die Symptome so gut wie möglich gemildert werden.

Was ist Borreliose?

Die Borreliose ist eine bakterielle Infektion, die ebenfalls durch Zecken übertragen wird. Die Bakterien können sich über den Blutkreislauf im gesamten Organismus ausbreiten und dabei Gewebe und Organe schädigen.

Wird die Borreliose nicht im Frühstadium erkannt oder ausreichend therapiert, so kann es zu chronischen Erkrankungen der Gelenke, des Nervensystems und selten auch des Herzens kommen.

Was kann man tun?

Nach jedem Aufenthalt im Freien sollte der Körper nach Zecken abgesucht werden. Die Gefahr einer Infektion steigt mit der Dauer des Saugaktes, da die Zecke das Bakterium "Borrelia Burgdorferi" erst gegen Ende des Stiches in die Blutbahn bringt.

Daher gilt: Je schneller die Zecke entdeckt und entfernt wird, desto geringer ist das Infektionsrisiko.

Wichtig: Achten Sie darauf, dass Sie beim Herausziehen die Zecke nicht quetschen, da hierdurch die Borrelien, die sich im Darm der Zecke befinden, in den Stichkanal injiziert werden könnten.

Achtung:

  • Die FSME-Viren befinden sich in der Speicheldrüse der Zecken und können daher unmittelbar nach dem Stich in die Blutbahn gelangen.
  • Die FSME-Impfung schützt nicht vor Borreliose!
 

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