SchülerInnen protestieren nach Amoklauf in Florida

Mit ihrer Wutrede gegen die US-Waffenpolitik wurde die Schülerin Emma Gonzalez zur Stellvertreterin einer Generation von jungen AmerikanerInnen, die nicht mehr in Angst zur Schule gehen wollen.

Nachdem 17 ihrer MitschülerInnen beim Amoklauf in der Marjory Stoneman Douglas Highschool getötet worden waren, trat die 17-jährige Emma Gonzalez bei einer Anti-Waffen-Demonstration wütend vor die Mikrofone. Sie selbst hatte sich in einem Klassenraum versteckt, als der 19-jährige mutmaßliche Täter das Feuer in der Schule eröffnete.

Emma Gonzalez an die Politik: "Schämen Sie sich!

In ihrer Rede verlangte Gonzalez konkrete Maßnahmen: "Wir verstehen nicht, wieso es schwieriger sein soll, sich mit seinen Freunden etwas fürs Wochenende auszumachen, als eine automatische oder halbautomatische Waffe zu bekommen." Weiter prangerte sie die Doppelmoral der US-PolitikerInnen an: "Schämt euch! PolitikerInnen, die in ihren vergoldeten Häusern sitzen und auf Senatssitzen, die von der NRA (National Rifle Association, Anm.) gesponsert werden und uns erklären wollen, dass nichts hätte getan werden können, um das zu verhindern - wir sagen: Bullshit!"

Führende PolitikerInnen der USA, allen voran PräsidentDonald Trump, nehmen jährlich Millionen Dollar von der NRA entgegen. Am Tag der Schulschießerei sandten sie "Gebete und Kondolenzwünsche" an die Hinterbliebenen, während die aktuelle US-Regierung es weiterhin ablehnt, den Zugang zu Waffen strenger zu limitieren.

Anti-Waffen-Marsch von SchülerInnen am 24. März in Washington

USA-weit schließen sich mittlerweile Schülerinnen und Schüler zusammen und planen einen Protestmarsch am 24. März. Der Amoklauf in Florida war bereits der 18. in einer Schule in diesem Jahr, trotz Metalldetektoren und "Safety Drills", die sogar schon in amerikanischen Grundschulen zum Alltag gehören.

Link: Emma Gonzalez' Rede in voller Länge auf cnn.com

 

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