Schülerinnen bluten durch Hose, weil sie nicht aufs Klo dürfen

Die "Lösung" der Schulen in Chicago: die Schülerinnen dürfen sich jetzt Pullis um die Hüfte wickeln.

Ein Netzwerk aus Schulen in Chicago hat so strenge Richtlinien, dass manche menstruierenden Mädchen durch ihre Hose bluten müssen, weil sie nicht genügend Klopausen bekommen, berichtet das National Public Radio.

"Wir werden aufs Klo eskortiert, und sie kommen so selten, dass wir manchmal einfach ohne Erlaubnis gehen müssen", berichtet eine Schülerin anonym. "Aber wer will schon mit Blut auf der Hose herumlaufen?"

Die Schulen haben sogar bestätigt, dass SchülerInnen aufs Klo begleitet werden. Doch was dabei offenbar nicht mitbedacht wurde: Frauenhygieneprodukte müssen alle paar Stunden gewechselt werden, sonst können sie für Flecken oder auch ernsthafte gesundheitliche Probleme und im schlimmsten Fall zum Toxischen Schocksyndrom führen.

Pullis um die Hüfte sollen Problem lösen

Die "Lösung" der Schulen: Schülerinnen mit fleckigen Hosen dürfen sich Pullis um die Hüfte wickeln. An einer Schule wurden schwarze statt weiße Schulhosen eingeführt, damit die Flecken nicht sichtbar sind. In einer E-Mail an die SchulmitarbeiterInnen wurde diese "Ausnahme" beschrieben, sodass Mädchen keine "Minuspunkte" mehr sammeln, weil sie aufs Klo müssen.

Denn bereits nach vier solcher Fehltritte innerhalb von zwei Wochen müssen sie nachsitzen und nach 13 Fehltritten einen "Charakterentwicklungskurs" belegen.

Die Schule dementiert zwar, dass die Richtlinien derart streng seien - die Betroffenen bleiben jedoch bei ihrer Version, wie die HuffPost berichtet.

Aktuell