Schuldirektorin scheitert mit Klage gegen Inklusionsklassen

Die Direktion eines Gymnasiums im deutschen Bremen hat geklagt, weil sie keine Kinder mit Behinderung an ihrer Schule wollte. Nun hat das Verwaltungsgericht ihre Klage abgewiesen.

Sie könne nur verwaltungsintern ihre Bedenken geltend machen, urteilte das Verwaltungsgericht Bremen. Die Klage der Schulleiterin sei aber unzulässig. Die Frau wollte die angeordnete Einrichtung einer Inklusionsklasse an ihrer Schule gerichtlich verhindern.

Einen Klassenverband mit 19 regulären Schülern und fünf Kindern mit körperlicher oder geistiger Behinderung hatte die Stadtgemeinde Bremen für das Gymanisum Horn vorgesehen. Die Schulleiterin argumentierte mit dem Bremer Schulgesetz, wonach der Unterricht im Gymnasium "die Lernfähigkeit der Schülerinnen und Schüler mit einem erhöhten Lerntempo auf einem Anforderungsniveau" berücksichtigen müsse. ElternvertreterInnen unterstützen ihre Position.

Aus Sicht des Gerichtes ist die Stadtgemeinde Bremen aber demokratisch legitimiert, den gemeinsamen Unterricht von Schülern mit und ohne geistige und körperliche Behinderung anzuordnen. Als Beamtin müsse die Schuldirektorin die Anweisung auch ausführen.

Die Entscheidung ist noch nicht rechtskräftig. Die Klägerin hat einen Monat Zeit, um Berufung einzulegen.

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