Schönheits-OPs nach dem Kinderkriegen im Trend

Immer mehr Frauen, die die Kinderplanung abgeschlossen haben, wollen zu ihrem alten Körper zurück. Und machen vor plastischer Chirurgie nicht halt.

Es sind vor allem Mütter über 35, die bereits zwei bis drei Kinder haben und mit der Familienplanung abgeschlossen haben, die auf ein Mommy-Makeover zurückgreifen. So nennt man den derzeit aufkeimenden Trend der plastischen Chirurgie, die die Zeichen des Alterns und des Mutter-werdens verschwinden lassen soll. In den USA, wo mit plastischer Chirurgie besonders leichtfertig umgegangen wird, ist das Phänomen schon länger bekannt, mittlerweile soll der Trend aber auch nach Europa schwappen, wie einige Schweizer und deutsche Medien berichten.

Keine Zeichen der Geburt

Besonders oft geht es offenbar um Kaiserschnitt-Narben: Die Narbe zieht sich ins Gewebe hinein und der Bauch hängt dann darüber. Eine Kombination aus Liposuktion und Bauchdeckenstraffung soll hier Abhilfe verschaffen. In der Schweiz sind vor allem die typischen Körperstraffungen an Brust und Bauch beliebt. Stephan Hägeli, Leiter einer Gruppe von Zentren für Ästhetische Chirurgie in der Schweiz und Deutschland meinte gegenüber der NZZ am Sonntag, dass die Partner der Frauen die OP meist für unnötig befanden, und es die Frauen sind, die danach drängen.

Schönheit mit Risiko

Ärzte raten dazu, frühestens ein Jahr nach der Entbindung zu plastischer Chrirurgie zu greifen. Meistens sind die Kinder aber schon Älter und nicht mehr im Kleindkindalter. Bis zu sechs Wochen nach dem Eingriff darf man nicht schwer heben.

Auch Schamlippenverkleinerungen erfreuen sich immer größerer Beliebtheit. Dabei sind sie - genau wie die meisten Eingriffe - nicht immer unbedenklich. Man kann sensible Empfindungen einbüßen und es kann zu Wundinfektionen kommen. Eine Erfolgsgarantie gibt es ohnehin nicht, und nicht jedes Ergebnis sieht so aus, wie Mutter sich das vorgestellt hat.

 

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