Schluss machen per Videocall? Was es mit dem Datingtrend "Zumping“ auf sich hat

Vorteil: Du wirst deinem*r Ex wohl nicht so bald über den Weg laufen.

Frau vor dem Laptop

Egal, ob Yogastunde, Geburtstagsfeier oder Teambesprechung: In Zeiten der Corona-Pandemie finden so gut wie all unsere sozialen Interaktionen per Videochat statt. So langsam gewöhnen wir uns ja irgendwie daran, manches sollte man aber vielleicht doch lieber bei einem persönlichen Treffen besprechen, wie etwa das Ende einer Beziehung. Oder?

Liebe beginnt und endet heutzutage im Internet

"Nicht unbedingt“, finden immer mehr Menschen, die nun in Zeiten der Ausgangsbeschränkungen per Videocall mit ihren Partner*innen Schluss machen. Wie jedes ~seriöse~ Dating-Phänomen hat natürlich auch dieser Trend einen Namen, und zwar "Zumping“. Der erstmals im Guardianzitierte Begriff setzt sich, wie sich manche von euch vielleicht schon denken können, aus den Worten "Zoom“ (nach der momentan stark genutzten Video-App) und dem englischen "dumping“ (auf Deutsch: "sitzen lassen“) zusammen.

Wo befindet sich das sogenannte "Zumping“ auf einer Skala von persönlichem Gespräch bis Schluss-Mach-SMS? Wahrscheinlich irgendwo dazwischen. Wirklich überraschend ist die Entwicklung zum Beziehung-Beenden via Videochat ja eigentlich nicht. Wir leben schließlich in einer Zeit, in der Beziehungen immer öfter über das Internet entstehen (Tinder, Bumble & Co sei Dank) – wieso sollen sie also nicht auch so enden?

"Wir müssen reden“

US-Redakteurin Julia Moser beschreibt in einem Artikel auf Buzzfeed, wie sie via Zoom von ihrem Freund verlassen wurde: Per Messenger kam der Einladungslink zur Zoom-Unterhaltung, begleitet von den unheilvollen Worten "We need to talk“ sprich "Wir müssen reden“.

"Die Internetverbindung war mies, daher sind wir ständig eingefroren. Es war surreal“, beschreibt Moser das Gespräch. Am schlimmsten an der ganzen Sache war für die Redakteurin, nicht die Möglichkeit zu haben, sich anschließend mit ihren Freund*innen zu treffen, um sich bei ihnen auszuheulen. Dennoch sei sie im Nachhinein froh, dass ihr Ex-Freund das Gespräch nicht ewig herausgezögert, sondern die Sache lieber früher als später beendet hat – auch, wenn die Situation cringy und ungewohnt war.

 

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