Schluss machen 2.0

Eine US-Studie zeigt, dass mehr als die Hälfte aller Paare zwischen 18 und 30 Jahren auf digitalem Weg Schluss machen: 25 Prozent davon per SMS, 20 Prozent via Social Media und 11 Prozent über Mail. Mit einem persönlichen Gespräch enden nur noch 18 Prozent der Beziehungen. Schade, findet Wienerin.at-Autorin Eva Jankl. Und was denken Sie? Stimmen Sie hier ab!

Vorbei sind die Zeiten, in denen man sich am Ende einer Beziehung noch einmal zusammengesetzt hat, um über gute und schlechte Zeiten zu sprechen. Kein gemeinsames Schwelgen in Erinnerungen, aber auch keine Vorwürfe. Oder zumindest muss man diese mehr genau lesen. Denn wer per SMS, Facebook oder Mail abserviert wird, muss darauf nicht antworten. Stattdessen wird ruck zuck per Facebook der Beziehungsstatus aktualisiert und weiter geht die Partnersuche. Schade oder nicht?

10 Arten, um Schluss zu machen.

Man denke an die alten Zeiten, in denen es nur allzu natürlich war dem Gegenüber noch einmal so richtig die Meinung zu sagen - Face to Face. Und wer das nicht über sich gebracht hat, hatte zumindest die Möglichkeit einen Brief zu schreiben. Dabei musste man/ frau jedoch sicher stellen, dass der oder die Ex die Post möglichst schnell bekommt. Denn sonst war es nur allzu unangenehm, wenn man selbst schon wieder fleißig geflirtet hat, während der andere noch nichts von seinem neu erworbenen Singledasein wusste.

Der Vorteil war, dass man in der Früh das Haus verlassen konnte und solange man nicht auf den Noch-Partner getroffen ist, sich auch sicher seien konnte, dass man noch in einer Beziehung war - zumindest offiziell. Heute ist man nirgendwo mehr sicher: An der Supermarkt-Kasse, beim Sport oder mitten in einer wichtigen beruflichen Sitzung könnte es passieren. Tutut meldet das Handy und in der SMS steht „Es tut mir leid, ich mag nicht mehr. Ich habe eben unsere gemeinsame Wohnung mit meinen Sachen verlassen." So oder zumindest so ähnlich der Wortlaut der Meldung, die akut Herzschmerz auslösen könnte.

Auch originelle Schlussmach-Prozeduren entfallen auf diese Weise. Eine Kollegin hat mir erzählt, dass sie vor Jahren einmal einen fremden Mann auf der Straße angesprochen hat, ob er sich kurz als ihr neuer Freund ausgeben könnte, als sie ihre damalige Beziehung beenden wollte. Er wollte zwar nicht, die Beziehung hat sie trotzdem beendet.

Bleibt nur ein Trost: Wenn die Beziehung kriselt, merkt man, dass der andere unzufrieden ist - zumindest im Normalfall. Und wer dann seinen Partner halten möchte, der kann sich ja um diesen bemühen - aber bitte persönlich!

Und jetzt sind Sie gefragt:

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