Schlecht gelaunt?

Manchmal wacht man mit schlechter Laune schon auf, man raunzt in der Früh gleich den Partner an, sitzt genervt im Bus und in der Arbeit sind Sie auch unansprechbar. Schon einmal darüber nachgedacht, woher diese Stimmung kommt?

Kenn Sie das? Man steht einfach mit dem falschen Fuß auf, ist den ganzen Tag mies drauf und wehe jemand meint, man sei heute gereizt. Die Schuld wird daraufhin anderen zugeschoben und man selbst sitzt weiterhin auf dem Schlechte-Laune-Thron. So wenig gesellschaftsfähig schlechte Laune meistens ist, so wichtig ist sie auch. Denn viele vergessen: Manchmal muss man einfach ein Miesepeter sein!

Psychologen bestätigen: Schlechte Stimmungen müssen auch einmal sein. Ob man es glaubt oder nicht, auch diese Launen tun uns gut. Denn jeder frisst Ärger in sich hinein, schluckt hier und da etwas runter, versucht es allen recht zu machen. Von Zeit zu Zeit muss aber diese ganze angestaute Energie ausbrechen um Sie und Ihre Psyche von all dem Schlechten, was Sie unterbewusst runterzieht, zu befreien.

Bei schlechter Laune stimmen der Soll- und der Ist-Zustand nicht überein. Sinnvoll wäre dann, seiner Umgebung deutlich zu sagen: "Ich bin nicht gut drauf, lass mich einfach in Ruhe, ich weiß selbst noch nicht genau, woran es liegt." So wissen andere Menschen, wie sie mit einem übellaunigen Gegenüber umgehen sollen, und nerven nicht aus Versehen noch mehr. Und Sie können in der Zwischenzeit auf Spurensuche gehen: Woran liegt es, dass ich so gereizt bin?

Lernen Sie die Ursache kennen

Wer die Ursache für seine schlechte Laune kennt, ist schon einen großen Schritt weiter. Wichtig ist in jedem Fall, zuerst seine schlechte Laune selbst wahr- und dann auch ernst zu nehmen. Am besten formulieren Sie Sätze wie: 'Ich fühle mich schlecht, weil ...'. Meist kommt man schnell darauf, dass einem Grundbedürfnisse fehlen, wie Zuneigung, Anerkennung oder Geborgenheit.

Stellen Sie sich weitere Grundlegende Fragen, um der Ursache auf den Zahn zu fühlen und legen Sie Ihren Stolz bei Seite, geben Sie einfach zu, dass Sie schlecht drauf sind und versuchen Sie dies zu ändern.

Woher kommt die schlechte Laune? Gibt es Situationen oder Umstände, in denen Sie besonders anfällig dafür sind?

Verspüren Sie einfach nur schlechte Laune oder eher Ärger, Zorn, Wut oder Unzufriedenheit? Was ärgert Sie oder womit sind Sie unzufrieden?

Was müsste passieren, damit die schlechte Laune nicht immer wieder eintritt? Was müsste sich in Ihrem Leben ändern?

Schreiben Sie alles auf, was Ihnen zu diesen Fragen einfällt, ohne Wertung und ohne dass Sie denken, dass das Ganze Blödsinn ist. Überlegen Sie sich, was Sie tun können, was und wie Sie Dinge ändern können. Sind andere Personen involviert, sollten Sie mit diesen Klartext reden.

Oftmals kommt schlechte Laune von Unausgeschlafeinheit, schlechten Gedanken und Stress. Suchen Sie einfach nach dem Krisenherd und versuchen Sie aus diesen Stimmungen zu lernen.

Schlechte Laune – jeder kennt sie, wir alle haben sie, mal mehr, mal weniger und manche häufiger als andere. Jetzt ist es an der Zeit, ihr den Kampf anzusagen und ihr gehörig auf den Zahn zu fühlen. Nur so können Sie sich schnellstmöglich von ihr befreien.
 

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