Schlafprobleme: 4 Tipps, wie man trotz Corona nachts zur Ruhe kommt

Erste Studien zeigen: Österreicher*innen haben seit der Isolation mehr Stress und weniger Schlaf. Was hilft, wenn die besorgten Gedanken nicht enden wollen und der Schlafrhythmus leidet.

Schlaf Corona

Angst, Unsicherheit, neue Tagesrhythmen: Kein Wunder, dass viele Menschen derzeit mit Schlafproblemen zu kämpfen haben. Das Marktforschungsinstitut MindTake Research hat kürzlich ein erstes Stimmungsbild der Österreicher*innen präsentiert. Das Ergebnis ist deutlich: Es wurde ein merklicher Rückgang der Schlafqualität und ein deutlicher Anstieg des Stressniveaus festgestellt.

Obwohl wir jetzt vermeintlich mehr Zeit haben, ist die Corona-Pandemie für einen erholsamen Schlaf nicht gerade förderlich. Vor allem Ängste und Sorgen halten uns (auch unterbewusst) vom Einschlafen ab, das Gedankenkarussell ist nur schwierig ruhig zu stellen. Das kann helfen:

1. Lerne tagsüber irgendwas Neues

Okay, soviel vorweg: Du musst gerade überhaupt nix tun, außer drauf schauen, dass es dir so gut geht wie möglich. Du musst keine neue Sprache lernen und nicht Gitarre üben. Wenn es dir hilft, den ganzen Tag auf der Couch zu liegen und Serien zu bingewatchen, dann soll das so sein. In puncto Schlaf kann es aber tatsächlich hilfreich sein, tagsüber das Gehirn mit einer neuen Aktivität zu stimulieren, sprich: irgendwas zu lernen. Das kann eine Sprache, eine Flechttechnik oder ein 3000-Teile-Puzzle sein. Der Kopf wird dadurch von der aktuellen Situation ein bisserl abgelenkt, gleichzeitig beanspruchen wir unsere Gehirnzellen, damit sie am Abend im Bett weniger Energie zum Sorgenmachen haben. Ist nur logisch, oder?

2. Wenn’s irgendwie geht: Tank' ein bisserl Sonne!

Dass Bewegung unserem Körper gut tut, ist klar. Schon 20 Minuten täglich wirken sich positiv auf unser Stresslevel aus. Und wenn das Ganze in der Sonne passiert, ist es umso besser. Aber selbst wenn’s "nur" in der Sonne liegen oder am Fenster sitzen ist, hat das schon einen positiven Effekt auf unseren Schlaf, denn Sonne hat einen ähnlichen Effekt wie Bewegung: Der Körper kann durch die Sonne das Wachmacher-Hormon Cortisol aktivieren – das ist quasi der Gegenspieler unseres Schlafhormons Melatonin, wodurch wir abends dann besser einschlafen können.

3. Gedanken niederschreiben

Wenn dich abends besorgte Gedanken wachhalten, kann es helfen, sie aufzuschreiben. Nimm dir vorm Schlafengehen eine Viertelstunde Zeit und schreib‘ alles auf, was dir durch den Kopf geht – das braucht gar kein spezielles Konzept oder System. Stell dir den Timer und bringe alle Gedanken, die dich belasten, zu Papier. (Wenn du dich fancy fühlen magst, nenn das Ganze einfach "Journaling Routine".) Das wirkt auf unser Hirn nämlich ein bisserl so wie das Abhaken einer To-Do-Liste: Abends im Bett musst du keine Sorge mehr haben, dass du irgendwas vergessen hast oder an irgendwas nicht gedacht hast, weil: Du hast ja alles aufgeschrieben, die Gedanken warten niedergeschrieben bis morgen auf dich – jetzt kannst du erstmal ruhig schlafen.

4. Tu dir abends was Gutes

Unser Tagesrhythmus hat sich verändert, keine Frage, aber: Rituale können helfen, ein wenig Struktur in den neuen Tagesablauf zu bringen. Wie wär’s mit ein bisserl Selfcare vorm Schlafengehen? Gesichtsmaske, Kerze anzünden, mit Öl eincremen – Hauptsache irgendetwas, das gut duftet. Lavendelöl wirkt nämlich beruhigend und kann beim Einschlafen helfen. Oder: Ein ausgedehntes heißes Bad nehmen. Das entspannt nicht nur die Muskeln, sondern auch die Gedanken. Zusätzlich hebt ein heißes Bad die Körpertemperatur an, nach dem Bad kühlt sie dann rasch ab. Weil im Schlaf unsere Körpertemperatur auch sinkt, kann dieser Effekt des Bades auch schlaffördernd wirken. Nighty night!

 

Aktuell