Schimmelpilzgifte in 16 von 21 Nuss-Nougat-Cremes gefunden

Wieder schlechte Nachrichten für Naschkatzen: es wurden Schimmelpilzgifte in 16 von 21 getesteten Schokoladen-Aufstrichen gefunden.

Nutella-Fans aufgepasst! Es wurden Schimmelpilzgifte in 16 von 21 getesteten Schokoladen-Aufstrichen gefunden. Das ist das Ergebnis einer Laboruntersuchung der Stiftung Warentest. Frei von den mit dem Fachbegriff Aflatoxinen bezeichneten Pilzgiften waren lediglich der Klassiker Nutella sowie Nuss-Nougat-Cremes von Real, Kaufland, Aldi Nord sowie das Bio-Produkt Bionella.

Der Marktführer unter den Schokoaufstrichen, Nutella, erreicht in Aussehen, Geruch und Geschmack die Note „sehr gut“ und schneidet insgesamt „gut“ ab. Die Schokocreme kostet 59 Cent pro 100 Gramm. Für rund die Hälfte des Preises bieten vier Handelsmarken „gute“ Nuss-Nougat-Cremes. Der beste nussig-schokoladige Aufstrich mit Biosiegel kostet 1,20 Euro für 100 Gramm und ist ebenfalls „gut“.

Zwei weitere Bioprodukte schnitten nur „mangelhaft“ ab, darunter die teuerste Schokocreme im Test (1,74 Euro/100 Gramm). Bei ihr fanden die Tester Schadstoffe, die beim Raffinieren von Speiseöl entstehen können. Ein Stoff gilt als möglicherweise, der andere als wahrscheinlich krebserregend. Das zweite „mangelhafte“ Bioprodukt wurde wegen eines falschen Versprechens auf dem Etikett abgewertet. In insgesamt 16 der 21 getesteten Produkte waren Aflatoxine, also Schimmelpilzgifte, nachweisbar. Alle Nuss-Nougat-Cremes halten den aktuellen Grenzwert für Haselnüsse ein, aber 7 Produkte hätten noch vor wenigen Jahren nicht verkauft werden dürfen. Der Grenzwert wurde EU-weit erhöht.

So entstehen Schimmelpilzgifte


Alflatoxine entstehen, wenn Haselnüsse schimmeln. Das kann durch mangelnde Trocknung der Nüsse oder falsche Lagerung geschehen. Nach Einschätzung der Tester könnten das vermehrte Auftreten von Schimmelpilzen eine Besonderheit dieses Jahres sein. 2014 war die Haselnussernte im Hauptanbauland Türkei sehr schlecht ausgefallen, in der Folge sind möglicherweise viele Nüsse schlechterer Qualität verarbeitet worden. Nach Angaben von Stiftung Warentest hielten auch die belasteten Brotauftriche die Grenzwerte ein. Für Allergiker ist der Verzehr von schimmelpilzbelasteten Nahrungsmittel trotzdem hoch gefährlich: es kann zu allergischen Reaktionen wie zum Beispiel Asthmaanfällen kommen.

 

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