Schauspielerin Nina Proll ist von #metoo genervt

Proll findet die Aufregung rund um die Belästigungsvorwürfe in der Filmbranche unbegründet und ärgert sich in einem Posting über die weibliche "Opferdarstellung".

Im Gegensatz zu ihren Kolleginnen, die in den letzten Tagen teilweise schwere Vorwürfe gegen die Filmbranche erhoben (darunter "Vorstadtweiber"-Kollegin Maria Köstlinger), findet Schauspielerin Nina Prollden Hashtag #metoo nicht ganz so super.

"Am besten, wir verbieten Männer!"

In einem Posting auf Facebook machte sie ihrem Ärger über den Hashtag und die Belästigungsvorwürfe Luft. Vor allem, dass Frauen durch die öffentliche Thematisierung von sexueller Belästigung in eine Opferrolle gedrängt werden, passt der Schauspielerin nicht.

Proll, die laut eigenen Angaben nie sexuelle Belästigung erlebt hat, findet grundsätzlich nichts dabei, wenn sich ein Mann in sexueller Weise an sie annähert.

Im Gegenteil: "Mir war immer egal, wenn sie [die Männer, Anm] mir Avancen gemacht haben. So was hat in mir höchstens Mitleid hervorgerufen. Ich würde mich schämen, damit jetzt hausieren zu gehen", schreibt sie in ihrem Posting.

Die 43-Jährige geht in ihrer Kritik später im Text noch weiter und fürchtet, man wolle die Männerwelt überhaupt verbieten: "Wollen wir Männern verbieten, sexuelle Avancen zu machen? Oder können wir uns noch darüber freuen, wenn ein Mann versucht uns ins Bett zu kriegen? (...) Am besten, wir verbieten Männer!".

"Chapeau, Nina"

Unter ihrem polarisierend Text gehen die Meinungen zu Prolls Meinung allerdings auseinander.

Viele ihrer Fans sind von den klaren Worten der Schauspielerin begeistert, andere kritisieren Prolls Haltung und Aussagen über Belästigungsopfer.

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