Sattmachende Rohkost

Ja, lautet die Antwort von Wienerin-Autorin Eva nach einigen Tagen Ernährung auf Rohkost-Basis. Samen, Nüsse, Obst und Gemüse halten sogar sehr lange satt - plötzlich sind Weißbrot und Co keine Konkurrenz mehr. Ebenfalls entdeckt hat sie, wie viele Zubereitungsalternativen es gibt - ohne Backofen, Pfanne und Kochtopf.

Es ist Mittag und während die meisten Kollegen schon auf Mittagspausesind oder waren habe ich noch nicht einmal Hunger. Verantwortlich dafür ist der selbst hergestellte Brotersatz aus Nüssen, Samen, Kräutern, Zitrone und einem Stück Zwiebel, mit dem ich den Tag jetzt meist beginne. Erstaunlich, wie viel das ausmachen kann. Das darauf folgende Mittagessen aus zwei Äpfeln und einer Banane reicht dann locker bis zum Abend. Und wenn nicht, dann sind zwischendurch noch etwas Obst oder Nüsse erlaubt.

Rezept: Rohkost-Brownies

Doch in den vergangenen Tagen habe ich nicht nur entdeckt, dass Rohkost besonders gut satt zu machen scheint, sondern auch, dass Rohkost keineswegs unbehandeltbedeutet. Vielmehr heißt es: Die Speisen dürfen nicht unter großer Hitze zubereitet werden. Damit ergibt sich eine lange Liste anderer Zubereitungsmethoden, wie ich in folgendem Buch nachgelesen habe: Roh. Von Gabriele Gugetzer, GU-Verlag, um € 25,70.

Garen: bei 56 Grad dürfen auch beim Essen nach Rohkost-Kriterien Lebensmittel gegart werden, ohne einen großen Verlust an Vitaminen und Mineralstoffen hinnehmen zu müssen.

Trocknen: Unter großer Hitze können Obst, Gemüse, Fisch und Fleisch getrocknet werden. Was jeder kennt sind getrocknete Datteln, Tomaten oder Serranoschinken. Und bei diesen Beispielen könnte man nicht gerade behaupten, dass sie nicht schmecken.

Räuchern: Um etwas zu räuchern, muss es zuerst mit Salz und Gewürzen vorbehandelt und dann entweder bei milden Temperaturen (15 bis 15 Grad Celsius) kalt, warm (25 bis 50 Grad Celsius) oder heiß (50 bis 89 Grad Celsius) geräuchert werden. Typisch bei Fleisch, Fisch oder Nüssen.

Salzen: Dabei werden Fleisch und Fisch mit Salz sowie Gewürzen eingerieben und getrocknet. Auf die Art halten diese auch recht lange.

Pökeln: Kommt zum Salzen noch Salpeter oder Nitrit hinzu, nennt sich die Behandlung pökeln. Wie beim Salzen wird so ein Bakterienwachstum gehemmt.

Marinieren: Eine Marinade aus sauren Flüssigkeiten wie Essig, Wein oder Zitronensaft macht die Lebensmittel ebenfalls lange haltbar und das Fleisch besonders zart. Aber nicht nur Fleisch kann mariniert werden, sondern auch bei Gemüse funktioniert die Methode hervorragend und verbessert den Geschmack.


Unbehandeltes Fleisch oder Fisch bekomme ich persönlich nicht hinunter. Da sind mir andere Methoden zur Zubereitung wie das Trocknen beim Serranoschinken schon sehr viel lieber. Und: In der Pizzeria oder bei einem guten Italiener ist dieser auch eine gute Alternative zu Pizza und Pasta. Mit Bufala-Mozzarella, die aus Wasserbüffelmilch und nur bei 33 bis 36 Grad Celsius verarbeitet wird, ist diese auch ein echter Genuss (siehe Foto). Somit ist Rohkost durchaus ausgehtauglich.

 

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