San Francisco verbietet Pelzverkauf

Die amerikanische Großstadt sagt den Pelzen den Kampf an und will damit ein Zeichen gegen unnötiges Tierleid setzen.

Jahrzehntelang bestimmten Pelze das Modegeschehen, nun scheint es mit dem Hype um die Tierfelle zu Ende zu gehen. Nachdem in den letzten Jahren immer mehr ModedesignerInnen beschlossen, auf Pelz zu verzichten, zuletzt etwa Donatella Versace, greift man nun auch auf politischer Ebene immer härter durch.

Ab 2019: Aus für Fellbommel, Pelzmäntel und Co

Wie kürzlich bekannt wurde, hat die kalifornische Metropole San Francisco beschlossen, den Verkauf von Pelz zukünftig zu untersagen. Wie die amerikanische Nachrichtenagentur Associated Press berichtet, dürfen ab Jahresbeginn 2019 in der Stadt keine Pelze mehr verkauft werden, das beschloss der städtische Verwaltungsrat vergangene Woche.

Unter das Verbot fallen neben Pelzmänteln auch Accessoires wie Schlüsselanhänger oder Handschuhe. Lagerbestände dürfen zwar derzeit noch verkauft werden, allerdings nur bis zum Ende des Jahres, dann soll San Francisco endgültig pelzfrei werden.

Die zuständige Bezirksvorsitzende Katy Tang erklärt den Entschluss zum Pelzverbot in der ZeitschriftTime Outso: "Der Verkauf von Pelz-Produkten in San Francisco ist unvereinbar mit der Einstellung der Stadt, alle Lebewesen, Menschen und Tiere, gleich zu behandeln, mit Freundlichkeit. Wir versuchen den Weg zu ebnen, für eine weniger grausame Zukunft der Mode."

50 Shops betroffen

Wenig Verständnis zeigten erwartungsgemäß die PelzhändlerInnen der Stadt, sie hätten sich eine städteweite Abstimmung gewünscht und fühlen sich von der Stadtverwaltung übergangen. Laut der Handelskammer in San Francisco werden ca. 50 HändlerInnen von dem Verbot betroffen sein. Davon ausgeschlossen sind VertreiberInnen von gebrauchten Stücken. Pelze aus Secondhand- und Vintagegeschäften sowie Outlets oder Leihhäusern sind von dem Verbot ausgenommen.

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