Safe Space: Thermalbad Vöslau öffnet am Freitag eigenen Bereich nur für Frauen

Am Freitag öffnet das Thermalbad Vöslau eine Zone nur für weiblich gelesene Personen, um diesen einen Safe Space zu schaffen. Der Eintritt wird an den Afghanischen Frauenverein gespendet.

Safe Space: Thermalbad Vöslau öffnet am Freitag nur für Frauen

Unternehmerin und Influencerin Madeleine Alizadeh (dariadaria) hat eine Aktion ins Leben gerufen, die es weiblichen gelesenen Personen ermöglichen soll, einen Badetag ganz ohne Übergriffigkeiten, Körperbewertungen und 'male gaze' zu genießen. Nachdem die Wiener Stadtbäder Alizadeh eine Absage erteilten, sagte das Thermalbad Vöslau der Aktion zu und öffnet am Freitag einen eigenen Bereich ausschließlich für für weiblich gelesene Personen.

Bäder für Frauen oft kein sicherer Ort

"Gerade im Sommer sind viele Plätze, allem voran Freibäder, Orte die für viele weiblich gelesene Personen nicht sicher sind. Während es in manchen Ländern bereits Frauenbäder gibt, ist das Angebot in Österreich quasi nicht existent", schreibt Alizadeh auf ihrem Instagram Account. Seit Anfang des Sommers versuchte sie ein Bad zu finden, dass einen Tag lang einen Safe Space für weiblich gelesene Personen kreieren und nur diesen Zutritt gewähren würde.

Am Freitag, 3.9. ist es nun soweit. Dann werde im Thermalbad Vöslau "das zelebriert, was an uns weiblich gelesenen Personen so schön ist: Nämlich Alles. Es geht an dem Tag einzig und allein darum, Raum zu schaffen, der uns oft nicht gegeben wird. Schönheitsstandards, Körpernormen und 'Male Gaze' bekommen keinen Zutritt", schreibt die Influencerin.

Ein langer Weg

Natürlich wäre es schön, wenn es keine eigenen Safe Spaces bräuchte und sich weiblich gelesene Personen überall frei, sicher und unbeschwert fühlen könnten. Leider leben wir nach wie vor in einer Gesellschaft, in der das nicht der Fall ist. Gerade für Women of Color sowie jene, die nicht der gesellschaftlichen Schönheitsnorm entsprechen, sind viele Bereiche im öffentlichen Raum (speziell Bäder, in denen man aufgrund leichterer Bekleidung besonders vulnerabel ist) immer noch Orte des Unwohlseins.

Einen Tag lang "unter sich" zu sein und zu wissen, dass es aller Wahrscheinlichkeit nach nicht zu beleidigenden Kommentaren, abwerten Blicken oder im schlimmsten Fall tatsächlichen Übergriffen kommt, ist wohl nicht zu viel verlangt.

Spenden für Afghanistan

Tickets sind am Tag selbst um drei Euro an der Kassa erhältlich (Codewort: 'Women Almighty'). Der Erlös wird vollständig an den Afghanischen Frauenverein gespendet.

 

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