Rot im Gesicht? Daran erkennst du Rosazea

Wer zu roten Wangen, Pickelchen und erweiterten Äderchen im Gesicht neigt, hat vielleicht Rosazea.

Rot im Gesicht: Woran du Rosazea erkennst

So schautʼs aus

Ein erstes Anzeichen für Rosazea kann es sein, wenn Rötungen im Gesicht - beispielsweise, weil man aufgeregt war -dauerhaft bestehen bleiben, also über mehrere Stunden bis Tage sichtbar sind", sagt Sandra Karatas, Senior Medical Advisor bei Galderma. "Die Blutgefäße ziehen sich nicht mehr so zuverlässig zusammen wie bei Menschen mit gesunder Haut. Mit der Zeit bleiben die Rötungen, sogenannte Flushes, die vor allem die Gesichtsmitte betreffen."

Dazu können akneähnliche Erscheinungen wie Papeln oder Pusteln kommen. Im schlimmsten Fall (und eher bei Männern als bei Frauen) können Hautwucherungen auftreten, z. B. an der Nase. Couperose, also sichtbare Äderchen, gehört zum Krankheitsbild der Rosazea.

Daher kommtʼs

Karatas: "Über die Ursachen wird diskutiert - genetische Faktoren spielen eine Rolle, ebenso Parameter auf der Haut wie die Demodex-Milbe: Jeder Mensch hat sie, aber Rosazea-Patienten zeigen eine dichtere Besiedlung auf der Haut." Die typischen Flushes werden durch Reize ausgelöst, die zu einer Weitstellung der Gefäße führen.

Was ein solcher Trigger ist, unterscheidet sich von Person zu Person. Ein Hauptauslöser ist UV-Strahlung, aber auch Alkohol, Heißgetränke, scharf gewürzte Speisen, falsche Pflege und Stress können zum Erröten der Haut führen. Besonders ungut ist, dass Rosazea eine fortlaufende Krankheit ist: Man kann sie in den Griff bekommen, aber nicht heilen.

Was du gegen Rosazea tun kannst

Bleiben Gesichtsstellen also länger rot, heißt es ab zu Hautarzt oder -ärztin, um den Verdacht abklären zu lassen. Je nach Ausprägung und Symptomatik können diese dann antientzündliche Therapien, z. B. gegen die Milben, einleiten und zur Hautpflege beraten. Mittels Laser können sichtbare Äderchen entfernt oder zumindest gemildert werden. Hautwucherungen können ebenfalls via Laser oder chirurgisch entfernt werden.

Was die Pflege betrifft, empfiehlt Sandra Karatas Betroffenen:"Verwenden Sie Produkte ohne Alkohol, Menthol oder Kampfer, also ohne Stoffe, die gefäßerweiternd wirken. Auch Fruchtsäuren, Retinol und Peelings stressen die Haut nur unnötig. Wichtig ist, das ganze Jahr über hohen bis sehr hohen UV-Schutz zu verwenden. Und: Lernen Sie Ihre Haut und deren Trigger kennen. Dafür hat sich ein Symptomtagebuch bewährt."

 

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