Rosa Haarspitzen für einen Tag

Auf Instagram tragen sie bereits alle, aber sehen bunte Haare auch im Alltag gut aus? Wir haben eine Redakteurin den Test machen lassen.

Egal ob auf Facebook oder Instagram - an pastellfarbenen Haaren kommt man derzeit kaum vorbei. Gerade in der Festivalsaison sind bunt gefärbte Spitzen geradezu omnipräsent in unserem Feed, kaum eine Bloggerin, die ihre bunten Haare noch nicht in die Kamera gehalten hat.

Spannend ist, dass viele der Trendträgerinnen nur wenige Tage später wieder mit ihrer natürlichen Mähne in den sozialen Medien posieren. Möglich machen das semipermanente Haarfärbemittel, die nach einer Haarwäsche wieder komplett aus dem Haar entfernt werden können.

Wir haben den Test gemacht und herausgefunden, wie gut die "Haarfarbe auf Zeit" wirklich funktioniert und ob der Look auch im Alltag taugen kann.

Das Produkt

Für diesen Test haben wir das neue semipermanente "Colovista Hair Make Up" von L'oreal Paris in "roségold" genauer unter die Lupe genommen. Das Produkt gibt über eine Tube eine gefärbte Cremesubstanz ab, die man sich anschließend in die Haare schmiert.

"Colovista Hair Make Up" von L'Oréal Paris: demnächst in diversen Farben in gut sortierten Drogerien erhältlich (ca. €10).

Das Färben

Wenn man wenig Färbe-erfahren ist, kann das Prozedere am Anfang ein wenig einschüchternd wirken. Dafür gibt es aber keinen Grund, denn das Färben funktioniert in etwa so leicht, wie sich Sonnencrème auf die Haut zu schmieren.

Einfach die Farbe aus der Tube drücken und die Crème Strähne für Strähne ins Haar schmieren. Für den Festival-Look eignet es sich, die Farbe ausschließlich in den Spitzen zu verteilen oder nur mit den vorderen Strähnen, um die Gesichtspartie zu arbeiten.

Anschließend muss das Produkt wenige Minuten trocknen, danach kann man sofort mit Glätteisen oder Lockenstab über die Haare stylen.

Tipp: Die Locken verleihen dem Look ein extra Festival-Feeling.

Der Look

Das sagt die Redakteurin:

"Anfangs ist der Look ein wenig ungewohnt, mit rosa Haaren läuft man ja bekanntlich recht selten in der Gegend herum. Von meinen FreundInnen und KollegInnen erhalte ich nur Komplimente, viele können kaum glauben, dass die Farbe wirklich nach einem Mal wieder auswaschbar ist. Spätestens in den Wiener Öffis ist dann Schluss mit Anerkennung. So viele verdutzte Blicke habe ich für meinen Look noch nie geerntet. Wie erstarrt blicken manche Ubahn-FahrerInnen auf meine Haare, die meisten tun gar nicht mehr so, als würde sie mich nicht von oben bis unten mustern. Was auf Festivals sicher super funktioniert, braucht in Wien (wie so vieles) noch ein bisschen Anlaufzeit."

Die Haltbarkeit

Allen Zweifeln und Ängsten zum Trotz hat sich die Farbe erstaunlich gut im Haar gehalten.

Das sagt die Redakteurin:

"Es sieht tatsächlich aus, als hätte mein Friseur seinen Einhornfetisch ein bisschen zu ernst genommen und mich in einem Anfall von Begeisterung davon überzeugt "doch mal was Neues zu probieren" - kurzum: die Farbe sieht täuschend echt aus. Ähnlich angenehm ist der "Tragekomfort", die Haare fühlen sich kaum anders an, nicht einmal mein weißer Polster weist nach einer Nacht rosa Spuren auf. Meine weiße Bluse bleibt genauso fleckenfrei".

Das Abwaschen der Farbe ist schließlich ähnlich unkompliziert, wie das Färben an sich. Einfach mit einem Shampoo die Haare wie gewohnt waschen, die Farbe geht problemlos aus den Spitzen raus.

Fazit

"Ich gebe zu, ich war skeptisch, ob die semipermanente Farbe wirklich etwas hergibt und bin nach meinem Test wirklich überrascht. Die Haare haben super gehalten und selbst das Rauswaschen der Farbe funktionierte problemlos. Für den Festivalsommer werde ich die Farbe sicher noch das ein oder andere Mal probieren."

Übrigens: Die Farben funktionieren nicht nur auf blondem Haar. Mit lila, pink oder grau können auch dunkelhaarige Frauen (oder Männer!) farbige Akzente in ihrem Haar setzen. Man muss sich nur trauen!

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