Rollenklischees hinterfragen mal anders: Der Boys' Day

Es ist nur eine Theorie, wie wir größere Gleichberechtigung zwischen Männer und Frauen schaffen könnten: Wenn Männer stärkere soziale Fähigkeiten und weniger toxische Männlichkeit verinnerlicht bekommen. Der Boys' Day setzt genau da an.

Boys Day

Empathie, Fürsorge und Nächstenliebe – das sind drei Eigenschaften, die man vor allem Frauen zuschreibt. Es sind auch drei Eigenschaften, die in vielen Berufen essenziell sind. Berufe in denen vor allem Frauen arbeiten. Gerade im Erziehungs-, Gesundheits- und Pflegebereich herrscht seit Jahren Fachkräftemangel.

Mit dem Boys' Day des Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung am 11. November soll nun zum bereits 14. Mal in der Schule mittels gendersensiblen Berufsorientierungs-Workshops die Wahrnehmung von Jungs verändert werden. Dabei geht es um Themen wie Lebensvorstellungen, Männlichkeit und Berufswahl, Rollenstereotype, Gewaltprävention und Migration.

Stärkere soziale Fähigkeiten für Männer

Zusätzlich werden Schnuppertage in sozialen Einrichtungen, wie Spitälern, Kinder- und Jugend-Betreuungsinstitutionen, Schulen sowie Alten- und Pflegeheimen angeboten. Ziel ist es die sozialen Fähigkeiten der jungen Männer zu stärken. Das ist eine andere Art und Weise gegen das Patriarchat vorzugehen und toxische Männlichkeit zu bekämpfen. Je stärker das Bild von klassischen Rollenbildern, Frauenberufen und Männerberufen, Fraueneigenschaften und Männereigenschaften aufgelöst wird, umso gerechter und ausgeglichener wird die Welt.

Jeder Tag ist Boys' Day

Durch Online-Materialien wird die Teilnahme am Boys-Day auch flexibler. Lehrende können diese unabhängig vom Aktionstag abrufen. Neben dem beliebten Boys' Day Online-Quiz gibt es eine Online-Sprechstunde mit einem männlichen "Role-Model" sowie auch virtuelle Einrichtungsbesuche in Form von kurzen Videos.

 

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