Robyn Lawley zeigt Dehnungsstreifen auf Facebook

Sie gilt als Plus-Size-Model und bekommt für ihre Natürlichkeit nicht nur Komplimente: Nach einem haarsträubenden Vorwurf in der Yellow Press konterte Robyn Lawley auf Facebook - mit einem offenen Brief an alle Frauen.


Abtreibung aus Angst vor Dehnungsstreifen?

Ein Artikel, der während Robyns Schwangerschaft mit ihrer Tochter veröffentlicht wurde, schlug jedoch dem Fass endgültig den Boden aus: Ein britisches Medium verkündete die Meldung, das Model würde aus Angst vor Dehnungsstreifen über eine Abtreibung nachdenken. Robyn Lawley, zu diesem Zeitpunkt bereits hochschwanger, sah sich mit unglaublichen Vorwürfen konfrontiert. Anlässlich des Jahrestages dieses Vorfalls rief Lawley ihn nun mittels Facebook-Postings wieder ins öffentliche Gedächtnis und fügte ein Selfie, auf dem Robyns Dehnungsstreifen am Bauch deutlich zu sehen sind, ebenso hinzu wie eine ehrliche und deutliche Botschaft:

"Ich war schockiert, nicht nur, weil ich das so nie gesagt hatte, nicht zu vergessen, dass ich damals schon eine Menge Dehnungsstreifen hatte - wie 90 Prozent der Welt, aber vor allem darüber, diesen Artikel zu lesen, als ich bereits hochschwanger war - was glauben die? ...

Ich wurde schon mehrmals blöd angemacht, einmal, weil ich keine 'Thigh Gap' habe (da greift man sich auf den Kopf) ...

Ich wusste, dass ich Dehnungsstreifen bekommen würde und das sie genauso weiß werden würden wie alle meine anderen, also habe ich beschlossen, sie zu fotografieren. Weil sie ziemlich coole #tigerstripes sind. (Smiley) Und ich sie verdient habe.

Wir setzen Frauen einer unglaublichen hohen Menge an Zeit fressendem Druck aus, sich so viele Gedanken über ihre Makel zu machen, dass sie darüber vergessen, wie schön sie sind.

Drauf geschi**en, wen kümmert es, sei du selbst, sei laut, sei stolz. Und steck deine Anstrengungen in Dinge, die wichtiger sind als deine körperliche Erscheinung.

Und an jede, die sich in ihrem Körper nicht wohl fühlt, besonders nach der Geburt eines Babys: Du bist eine Kämpferin, du hast ein Leben in dir geschaffen, das ist keine einfache Leistung."

Auch zum Thema Abtreibung findet Robyn Lawley klare Worte - und geht damit keineswegs so leichtfertig um, wie es ihr angedicht wurde:

"Es macht mich traurig, zu sehen, wie Abtreibung als Teil einer politischen Tagesordnung diskutiert wird, das höchstpersönliche Fortpflanzungsrecht von Frauen als Mittel, Stimmen zu fangen. Ich werde immer 'pro choice' (für eine freie Wahl) sein. Niemand lässt gerne abtreiben, aber wenn man es tut, sollte man dafür nicht verurteilt werden.

Frauenrechte sollten kein Wahlzuckerl sein und dabei gleichzeitig so armseelig diskutiert werden. ...

Wir schreiben das Jahr 2015 und wir müssen Frauen schleunigst bestärken, auf ihren Körper und Geist stolz zu sein. Wir sollten ihnen ihre Rechte und Möglichkeiten nicht wegnehmen.
Ich liebe meine Tochter und ich liebe meine Menschenrechte."

Das Originalposting von Robyn Lawley:

Almost a year ago, an interview from a very honest maybe too honest conversation with a friend was manipulated and taken...