On the road im Wohnmobil

Bloggerin Daniela von "Die kleine Botin" fuhr jahrelang jeden Sommer mit ihrem Partner im Wohnmobil Richtung Süden. Damit sollte auch mit der Geburt der Kinder keinesfalls Schluss sein, im Gegenteil: Jedes Wochenende werden Kind und Kegel umquartiert und auf geht es. Ein bisschen verändert hat sich der Camping-Urlaub im "Wonabiil" allerdings schon ...

Was für die einen wie der blanke Horror klingt, ist für die anderen der ideale Urlaub... Wir sind seit wir uns kennen (fast 15 Jahre) immer wieder mit dem Wohnmobil gereist. Gut, begonnen hat alles mit einem Surf-Bus, ausgebaut, um auch zwischen den Windsurf-Sessions am Ort des Geschehens, am See oder Meer, sein zu können. Wir haben damit wochenlang am Strand in Griechenlang gewohnt, gesurft und die Luft der Freiheit geschnuppert, bevor es wieder retour in den Job ging. Nach einigen Jahren haben wir dann auf ein "Spießer-Deluxe"-Wohnmobil mit Dusche, WC und Standheizung gewechselt. Ein Komfort, den ich niiiiie mehr missen will.

Wohnmobil, Die kleine Botin


Neu wurde die Erfahrung dann nach der Geburt von Fräulein Tochter vor dreieinhalb Jahren: Klar war, dass wir auch weiterhin "weg" wollten. In der Zwischenzeit hat sich das Ziel aber Richtung Neusiedlersee orientiert, dafür aber so gut wie jedes Wochenende zwischen April/ Mai und September. Wenn kein Wind zum Surfen ist, sind wir am Spielplatz oder machen entlang vom See eine Radtour oder treffen Freunde. Wir sind schon so lang immer wieder dort und kennen viele Familien am See. Sogar im Hochsommer ist das Wohnmobil ideal: Es wird nie heißer als die Luft, es heizt sich nicht so auf wie ein PKW. Durch die seitlichen Ausstellfenster und die Dachluken kann die Luft zirkulieren. Und die Sommertage verbringen wir dann planschend.

Wohnmobil, Die kleine Botin


Die Logistik musste verändert und angepasst werden: die hinteren Sitze wurden mit einem "ISO-Fix"-System ausgestattet, um die Babyschale sicher montieren zu können. Im Schrank wurde eine Ecke für Babysachen und Windeln freigemacht. Dann gings eigentlich los ...

Es hat von Anfang an toll geklappt! Sie liebt das Wohnmobil bis heute. Nochmal spannender wurde es heuer im Frühjahr: Unsere zweite Tochter kam Anfang April auf die Welt. Seit Ende Mai sind wir nun regelmässig zu viert on the road - und am See. Die Schlafplatzsituation hat sich leicht verändert, Fräulein Tochter hat nun oben im Alkoven (über dem Fahrer- und Beifahrersitz) ein eigenes Bett. Sie hat sich das Hängeregal selbst ausgesucht und war dabei, wie ihr Licht montiert wurde. Damit verhindert wird, dass sie im Schlaf runterfällt, verschliessen wir den gesamten Zugang zum Bett mit einem Netz, sobald sie selbst bereit zum Schlafen ist. Hinten in unserem Bett ist Platz genug für das Baby, das lässt sich auch mit dem Stillen am besten so machen.

Wohnmobil, Die kleine Botin


Fräulein Tochter ist der größte Wohnmobil-Fan, schon von Beginn an: Sie konnte kaum ein paar Worte sprechen: "Wonabiil essn, Wonabiil slaaafn!" "Wonabiil" war das Wort schlechthin.
Man darf sich das "Sein" und Urlauben im Wohnmobil nicht wie in einer Wohnung vorstellen: Den Großteil des Tages verbringt man draußen. Sonst wäre es zu eng mit zwei Kids. Aber die gemütliche Höhle geniessen wir gerade abends sehr und kuscheln.

Über den Winter hatte unser "WoMo" Pause, eingestellt in einer trockenen Halle. Schnee, Salz und die Nässe des Winters wäre unter Umständen nicht gut für das Material und wir wollen es noch lange nutzen. Im April haben wir das "Wonabiil" wieder fahrtauglich gemacht, geputzt, Geschirr und Spielsachen eingeräumt und looooooos! Das Abenteuer Campen geht in die nächste Runde.

Info:

Mehr zu lesen von Daniela und ihrer kleinen Familie gibt es auf ihrem Blog "Die kleine Botin".

 

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